Milde bei Hallen-EM dreimal am Podest vorbei

„Auch Platz vier ist hervorragend“

Sicherte sich drei vierte Plätze: Nils Milde. Foto: nh

Torun/Heringhausen. Nils Milde von der LG Eder hat bei den Hallen-Europameisterschaften der Leichtathletik-Senioren in Torun/Polen seinem vierten Platz über 800 Meter zwei weitere vierte Plätze im 1500-Meter-Rennen und mit der deutschen 4x200-Meter-Staffel folgen lassen. „Ich habe wohl ein Abo“, meinte der Heringhäuser zu seiner „Blechmedaillen-Serie“.

Die 1500 Meter der M 40 fanden denselben Zieleinlauf wie das 800-Meter-Finale: Nach zwei Zeitendläufen gewann der Spanier Raul Aragon in 4:07,65 Minuten deutlich vor dem Polen Leszek Zblewski (4:09,48), Gabor Boriss aus Ungarn (4:09,78) und Milde, der in 4:13,93 Minuten am Ende nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen konnte.

„Insgesamt war es für mich und fast alle anderen das dritte harte Rennen innerhalb von 48 Stunden. Das war schon verdammt brutal“, berichtete Milde. Mit seiner Zeit könne er vollkommen zufrieden sein. „Auch Platz vier ist hervorragend.“

Wenig ausgerechnet hatte sich das deutsche Quartett in der Staffel. Es startete mit dem 400-Meter-Spezialisten Torsten Kühl (Hamburger SV), dem Hürdensprinter Jan Dreier (LK Weiche), Weitspringer Harald Köhler (TSV Ipsheim) und 800-Meter-Mann Milde. „Wir haben uns aber wirklich gut verkauft und – wen wundert es – den vierten Platz belegt“, berichtete der Lehrer der MPS Adorf. Als Schlussläufer hatte er noch einen Rang gutgemacht. Die DSV-Staffel wurde in 1:39,01 Minuten gestoppt. Europameister Großbritannien lief in 1:20,74 Minuten neuen Weltrekord für die Altersklasse.

„Insgesamt kann ich mit dreimal Platz vier sehr zufrieden sein. Es klingt zwar etwas ärgerlich, ist es aber nicht wirklich“, erklärte Milde. Noch bei der Hallen-EM in San Sebastian vor zwei Jahren habe er sich in seinen Einzelrennen nicht einmal für die Endläufe qualifiziert. Außerdem zählte er in Torun nicht zu den Top Ten der Meldeliste.

Die Wettkämpfe seien klasse gewesen, sagte Milde: „Eine topmoderne Leichtathletikhalle, beste Organisation, keinerlei Zeitplanverzögerungen und viele freundliche Helfer und Kampfrichter: So macht Leichtathletik Spaß.“

Schomburg auf Rang neun

Der zweite heimische EMTeilnehmer, Hans-Jürgen Schomburg vom TSV Twiste, erreichte im Diskuswerfen der M 55 Platz neun. Schomburg warf den 1,5 Kilogramm schweren Diskus 37,17 Meter weit. Den Titel holte sich mit großem Vorsprung und der Weite von 50,92 Metern Tom Jensen aus Dänemark. (nh)

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