Von Kassel bis Colorado - auch die USA war dabei

1500 Teilnehmer hatten beim Nachtlauf jede Menge Spaß

Kassel. Zum vierten Mal veranstalteten SportScheck und BMW am Königsplatz den Kasseler Nachtlauf. Das Interesse war so groß wie nie.

Knapp 1500 Läufer gingen an den Start, und unzählige Schaulustige tummelten sich in der Innenstadt. Erstmals bildete der Nachtlauf auch den Rahmen für die Stadtmeisterschaft.

DER RUNDKURS

Eines steht fest: Der Nachtlauf hatte definitiv Stadtfestcharakter. Die Stimmung in der Kasseler Innenstadt war ausgelassen, das Drumherum machte einen professionellen Eindruck. Für alles war gesorgt: Musik, Essen und Getränke, sogar Masseure waren vor Ort, die einem halfen, die eine oder andere Verspannung zu lösen. Der 2,5 Kilometer lange Rundkurs startete am Königsplatz. Über den Friedrichsplatz, die Obere Königsstraße, die Wilhelmsstraße und die Wolfsschlucht ging es schließlich zurück zum Start.

DIE TEILNEHMER

Für die Vielzahl der Läufer stand der Spaßfaktor im Vordergrund. So auch für den 51-jährigen Thomas Damisch aus Korbach, der seit sieben Jahren aktiv Laufsport betreibt und sich selbst als positiv verrückt bezeichnet. „Der Spaß steht an erster Stelle. Trotzdem würde ich die zehn Kilometer gern unter 42 Minuten schaffen“, meinte der Pädagoge. Viele, darunter Jennifer Reichert aus Baunatal und Lara Imberger aus Frielendorf, sahen in dem Nachtlauf aber auch eine Art Ausgleich zum Beruf. „Es ist mal eine schöne Abwechslung zum Büroalltag“, meinte Reichert. Selbst eine dreiköpfige Familie aus Colorado (USA) verschlug es auf den Königsplatz. Vater Bill Schmeister und Anhang waren für ein paar Tage in Kassel und ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, am Nachtlauf teilzunehmen.

Nachtlauf in Kassel: Hunderte liefen Rundkurs durch die Innenstadt

DIE STADTMEISTERSCHAFT

Im letzten der drei Läufe über eine Distanz von zehn Kilometern stand die Stadtmeisterschaft auf dem Programm. Bei den Frauen setzte sich Laura Hottenrott von der GSV Eintracht Baunatal durch (35:07) und lief sogar Streckenrekord. Hinter ihr sicherte sich Anna Reuter vom PSV Grün-Weiß Kassel den zweiten Platz (35:55). Bei den Männern gewann der Hannoveraner Christian Wiese mit fast zwei Minuten Vorsprung (32:16). Zweiter wurde Chris Schaumburg aus Odershausen (Waldeck-Frankenberg) mit einer Zeit von 34:03 Minuten.

DAS FAZIT

Kassel zeigte sich lauffreudig und knackte den Teilnehmer-Rekord aus dem vergangenen Jahr. Das bestätigte auch Manuel Seifert, Projektleiter bei SportScheck, der sich um die organisatorischen Dinge rund um den Nachtlauf kümmerte. „Auch hier in Kassel haben wir von Jahr zu Jahr immer mehr Läuferinnen und Läufer, die an der Veranstaltung teilnehmen“, sagte Seifert.

Dass Kassel zu den 20 Städten in Deutschland gehört, in denen der Stadtlauf stattfindet, hat laut dem Projektleiter einen guten Grund: „Die Innenstadt und besonders der Königsplatz haben einfach Charme und bieten ausreichend Platz. Außerdem sind die Leute hier gut drauf und sorgen für eine tolle Atmosphäre.“

Von Raphael Wieloch

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