Leichtathletik: Schwestern aus Sebexen in guter Frühform

Lara und Emmy Steinbrecher legen starken Saisonstart hin

Siegerehrung: Über die 300 Meter musste sich Lara Steinbrecher (rechts) nur der Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo (links) und Olympiateilnehmerin Laura Müller geschlagen geben.
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Über die 300 Meter musste sich Lara Steinbrecher (rechts) nur der Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo (links) und Olympiateilnehmerin Laura Müller geschlagen geben.

Eine lange Winterpause liegt hinter den Leichtathletik-Schwestern Laura und Emmy Steinbrecher aus Sebexen.

Sebexen - Beide haben (für den SC Magdeburg startend) längst deutschlandweit für Furore gesorgt und gehören zu den Besten in ihren Altersklassen. Ihr Status als Kaderathletinnen machte es nun möglich, dass sie in die Freiluftsaison starten durften.Und dieser Auftakt ist beiden richtig gut gelungen.

Emmy Steinbrecher

Emmy Steinbrechers Premiere war der Blockwettkampf Wurf der Altersklasse W15 in Magdeburg. Trotz widriger Verhältnisse erfüllte sie mit 2684 Punkten die Norm für die Deutschen Meisterschaften im Fünfkampf (100 Meter, 80 Meter Hürden, Weitsprung, Kugelstoßen, Diskuswurf). Herausragend: 5,47 Meter im Weitsprung. Mit dieser Weite erfüllte die Magdeburger Sportgymnasiastin die Norm für die Deutschen U16-Einzelmeisterschaften in Hannover.

Am Muttertags-Wochenende folgten die Mitteldeutschen Meisterschaften im Siebenkampf. Trotz Gegenwind sprintete Emmy Steinbrecher die 100 Meter in 13,02 Sekunden. Im folgenden Hochsprung, eigentlich eine Zitterdisziplin, lief es hervorragend. Mit 1,40 Metern gelang eine neue persönliche Bestleistung. Und nach diesem Muster ging es weiter. Auch im Speerwurf gab es einen neuen Rekord: 36,00 Meter. Mit 1555 Punkten bedeutete dies Platz drei nach drei Disziplinen. Den Schlusspunkt unter Tag eins setzte der Weitsprung. Und dort gab es einen kleinen Rückschlag. Emmy Steinbrecher traf den Absprung bei keinem Versuch optimal, verschenkte dadurch Weite und kam mit ihrem besten Versuch auf 5,19 Meter. Damit büßte sie in der Gesamtwertung einen Rang ein.

Doch die Sebexerin schlug zurück. Der Start in Tag zwei gelang bestens. 12,22 Sekunden über 80 Meter Hürden waren neue persönliche Bestleistung. Das folgende Kugelstoßen lief dann zwar wieder nicht zufriedenstellend (11,21 Meter), doch der abschließende Lauf über die Mittelstrecke riss alles heraus. 2:28,93 Minuten manifestierten eine weitere Bestmarke. Mit 3741 Punkten belegte Emmy Steinbrecher den vierten Platz in der Endabrechnung. Der Abstand auf die Ränge zwei und drei war allerdings denkbar knapp.

Fazit: Damit hat die Sebexerin bereits sehr früh in der Saison die Norm für die Deutschen Siebenkampfmeisterschaften (3575 Punkte) geknackt und kann sich nun in aller Ruhe auf die weiteren Wettkämpfe vorbereiten.

Lara Steinbrecher

Für Lara Steinbrecher startete die Saison beim internationalen Läufermeeting in Pliezhausen (Baden-Württemberg). Ein Großteil der deutschen Sprintelite war bei diesem Sportfest über die „krummen“ Strecken gemeldet. Und das Programm war dann auch überaus anspruchsvoll.

Über die 150 Meter der Frauen musste die U20-Athletin aus Sebexen im ersten von vier Läufen auf die Strecke. Der Start in der Kurve glückte ausgezeichnet. Schließlich kam sie mit 18,04 Sekunden ins Ziel. Nur Holly Okuku (17,94) war schneller. Im zweiten Lauf ging die Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo an den Start. Ihre 17,43 Sekunden waren an diesem Tage nicht zu schlagen.

Nur knapp 20 Minuten später folgten die 300 Meter Hürden. Trotz des Touchierens der vorletzten Hürde erreichte Steinbrecher das Ziel in 41,81 Sekunden als Erste - mit fast zwei Sekunden Vorsprung! Die abschließenden 300 Meter flach wurden für die Sebexerin zu einem besonderen Erlebnis. Unmittelbar neben Mihambo ging sie in das Rennen. Am Ende musste sich Steinbrecher (37,71) lediglich Olympiateilnehmerin Laura Müller (37,40) und Mihambo (37,46) geschlagen geben.  (Marco Washausen)

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