Veranstalter Eintracht Baunatal

Von Salti und anderen Sprüngen - Vor Ort beim Baunataler Hochsprungfest

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Auf den guten Griff kommt es an: Holly Okuku von Veranstalter Eintracht Baunatal auch selbst im Stabhochsprung Talent. 

Die fünfte Auflage des Hochsprungfestes lockte zahlreiche Athleten nach Baunatal.  Wir waren vor Ort.

Neben den sportlichen Wettbewerben stand in vielen Altersklassen bei den jüngeren Teilnehmern der Spaß an der Bewegung im Vordergrund. Wie es sich für ein Fest gehört, ist die Menschenschlange am Kuchenbuffet schier endlos lang. Lauter hungrige Kinder. Und das kommt nicht von ungefähr. Denn in der Halle herrscht kollektives Herumtollen.

Bälle verschiedener Größen fliegen kreuz und quer durch die Luft. Auf den Turnmatten schlagen selbst die Jüngsten einen Salto nach dem anderen. Vor den Handykameras der Eltern und Betreuer wird fleißig posiert. Und manche sind vom Toben eben so platt, dass sie erst einmal ein kleines Nickerchen halten müssen.

Die Leichtathletikabteilung des KSV Baunatal hat sich einiges einfallen lassen, um keine Langeweile aufkommen zu lassen. So gibt es bei den Jüngsten – das betrifft die U 8 und U 10 – eine Art Teamwettbewerb. Orientiert am Kinderleichtathletik-Wettbewerb (KILA) liefern sich die Mannschaften im Sprint, Hindernissprint, Mehrfachsprung und Stoßen wilde Duelle. Offizielle gewertet werden diese Ergebnisse nicht.

Wenige Meter von diesem Getümmel entfernt sind bereits die Hochspringer auf der Tartanbahn im Einsatz. Und hier geht es schon um wertvolle Punkte. So auch für Sebastian Schell, der für den LTV Neukirchen (Schwalm-Eder) springt. Er ist zum ersten Mal beim Hochsprungfest dabei und strebt mit seiner Teilnahme einen entspannten Start in die Leichtathletiksaison an.

Schell scheint die 1,60-Meter-Marke ohne größere Mühe zu überwinden. „Ich habe nach der Grundschule mit Leichtathletik angefangen und bin dann irgendwann beim Hochsprung hängen geblieben“, sagt der 17-Jährige, der sich in der Altersklasse U 18 den ersten Platz sichert. Allerdings ist er auch der einzige Teilnehmer in dieser Altersklasse. Ähnlich geht es Holly Okuku vom GSV Eintracht Baunatal. Sie tritt in der W 14 an – ebenfalls ohne Konkurrenz.

„Eigentlich ist Hochsprung ihre Nebendisziplin“, verrät Okukus Trainer Holger Menne. So richtig deutlich wird das allerdings nicht. Denn Okuku zeigt, dass sie ein großes Talent im Hochsprung ist. Es ist ein tiefes Ein- und Ausatmen, bevor sie ihren Körper plötzlich in Bewegung setzt, um vor der Hochsprungstange den richtigen Moment für den Absprung zu erwischen. Zwar knackt Okuku ihre persönliche Bestleistung von 1,66 Meter nicht, aber mit 1,63 Meter ist sie für den Moment ganz zufrieden.

„Vielleicht war ich ein wenig zu nervös“, sagt sie. Erst kürzlich verbesserte Okuku im 100-Meter-Sprint die deutsche W14-Bestleistung auf 11,88 Sekunden. „Meines Wissens brach sie einen Rekord, der 43 Jahre lang Bestand hatte“, sagt Trainer Menne, der auf seinen Schützling sichtlich stolz ist.

Mit Masha-Sol Gelitz schafft es auch eine weiterer Menne-Schülerin auf den ersten Platz. Diesmal sogar mit Konkurrenz. In der W 13 springt sie mit 1,55 Meter sage und schreibe 20 Zentimeter höher als ihre Konkurrentin Mascha Thomä vom LTV Neukirchen. An den Athleten der Eintracht führt an diesem Tag kein Weg vorbei. Am Ende sagt auch Menne: „Für den Saisoneinstieg waren das absolut gute Leistungen.“

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