Silvesterlauf Ziegenhain: Pech für Unger – Stern und Klute lassen aufhorchen

Berg stürmt Spitze schnell

Einsame Klasse: Matthias Berg (LCE) siegte souverän beim Hauptlauf. Foto: zct

ZIEGENHAIN. Matthias Berg (Naturkostladen Neukirchen) hat den 44. Silvesterlauf des TuSpo Ziegenhain gewonnen. Bereits in der ersten von drei Runden stürmte der 24-Jährige im Hauptlauf über 8100 Meter der Männer auf der langen Geraden unter 166 Teilnehmern an die Spitze („Im Feld war es mir zu langweilig“) und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus.

Die Siegerleistung von 26:58 Minuten wurde im letzten Jahrzehnt lediglich von Marco Schwab (2007: 26:40) und Henning Schein (2013: 26:44) unterboten und zählt zu den zwölf schnellsten Zeiten, die je im Schützenwald gelaufen wurden. Bereits in einer Woche will der ab Januar für den LC Eschenburg startberechtigte Student bei der Hessischen Hallen-Meisterschaft in Hanau über 3000 Meter eine Zeit unter 8:45 Minuten laufen. Zudem hatte Berg vor wenigen Tagen beim Hallen-Meeting in Dortmund über 1500 Meter gewonnen. In einem starken Finale lief er rund 40 Meter Vorsprung gegen Karol Grunenberg (ASV Duisburg, 4:08,96) und Lucas Hemkes (LC Paderborn, 4:09,92) heraus.

Als Zweiter in Ziegenhain in 28:20 Minuten verabschiedete sich Martin Herbold mit einer starken Leistung vom TuSpo Borken und trägt ab Januar das Trikot des PSV Grün-Weiß Kassel. Fünf Sekunden dahinter hielt Jens Quehl in 28:25 die Fahne des SC Neukirchen hoch und blieb als Dritter noch vor Thorsten Kramer (Blau-Gelb Marburg, 28:31), der bereits 1994 die Gesamt-Wertung gewann. Erst danach tauchte Adventslauf-Sieger Marc Unger (SCN) in 28:50 Minuten aus dem Schützenwald auf, der unterwegs umgeknickt war. Mit Andre Lange (29:55) und Thomas Klement (30:07) brachte SCN-Trainer Gerhard Marx zwei weitere Athleten unter die ersten Zehn.

Erstmals trumpfte Julia Ostendorf (ASC Breidenbach) über 8100 Meter der Frauen auf. Die in den USA studierende Athletin aus dem Kreis Marburg-Biedenkopf nutzte ihren Weihnachtsurlaub zu einem Abstecher in die Schwalm und fliegt bereits am Montag zurück nach Alabama. Ihre Zeit von 32:09 Minuten wurde im letzten Jahrzehnt lediglich von Tanja Ruppert (SG Chattengau) bei ihrem Rekordlauf in 2009 unterboten. Und eben diese Läuferin war als Zweite in 32:59 jetzt unter dem Namen Nehme und für den PSV Grün-Weiß Kassel startend die stärkste Gegnerin („Ich hatte noch müde Beine vom Ski-Langlauf in Süd-Tirol). Aus dem Schwalm-Eder-Kreis blieben neben Sandra Klement (SCN, 36:06) und Doris Lang (TB, 36:55) auch Carolin Comtesse (TSV Obervorschütz, 39:00) und Simone Bressan (Ren(n)tiere Homberg, 39:14) noch unter 40 Minuten.

Erstmals gewann Alexander Stern (ESV Jahn Treysa) in 8:58 Minuten das Mittelstrecken-Rennen über 2740 Meter. Der 18-Jährige aus Mengsberg studiert seit Oktober am Leibniz-Kolleg in Tübingen und ist bereits für die Deutsche Jugend-Hallen-Meisterschaft Mitte Februar in Neubrandenburg qualifiziert. Auf den Plätzen mit Leonid Berlitz (CJD Oberurff, 9:45) und Benjamin Lückert (SC Steinatal, 9:47) ebenso weitere Perspektiv-Athleten wie Julia Klute (MT Melsungen), die in 12:04 Minuten die Wertung der weiblichen Jugend U 20 gewann.

In den Schülerklassen liefen Luis Colin Schäfer (SCN, 11:56) und Daniel Kraft (1. FC Schwalmstadt, 12:01) sowie Natascha Ide (TSV Remsfeld, 13:42) die schnellsten Zeiten aus heimischer Sicht. 240 Starter notierten die Organisatoren Bernd Bick und Thomas Schrammel und kündigten für 2015 die 45. Auflage des Silvester-Klassikers im Schützenwald an. Foto: zct

Von Lothar Schattner

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