Markierungen durch Regen verwischt

Umgefallener Baum: Spitzengruppe läuft beim Bilstein-Marathon in die falsche Richtung 

In Begleitung: Selbst der Hund Bella Moya von Läufer Christoph Wurm hat über die Ultra-Distanz eine eigene Startnummer.

Ein Baum war umgefallen, die Markierungen durch den Regen verwischt worden: Deswegen sind die Spitzenläufer beim Bilstein-Marathon falsch abgebogen. 

Es sollte nicht sein mit der Titelverteidigung auf der Langstrecke des Bilstein-Marathons. Obwohl Alexander Edelhofer bis Kilometer 32 bereits eine kleine Führung herausgelaufen hatte, führte ein umgefallener Baum ihn und seine drei Verfolger in eine falsche Richtung. Auch bei Kassel Marathon vor zwei Jahren war die Spitzengruppe falsch abgebogen.

„Als wir die Strecke markiert haben, konnten wir den Baum nicht mehr beseitigen lassen und haben deshalb einen Weg um den Baum markiert“, sagte Gerno Semmelroth. „Der Regen verwischte aber die Markierungen, sodass die Ersten leider einen falschen Abzweig genommen haben“, bedauert auch der Organisator das Verlaufen der Spitzengruppe. „Obwohl wir zu viert wieder zum Ausgangspunkt zurückliefen, habe ich danach nicht mehr in meinen Rhythmus gefunden“, sagte Edelhofer.

59 Kilometer gelaufen  

Dennoch lief er mit großer Energieleistung und bei dann 59 gelaufenen Kilometern mit zwei Minuten Rückstand auf den Habichtswalder Kevin Trebing-Hild noch auf einen hervorragenden zweiten Platz und zeigte sich am Ende zufrieden. 

Natürlich durfte Sohn Felix die letzten Meter wieder mit seinem Papa ins Ziel laufen. Bei den Frauen dominierte wie in den vergangenen Jahren Seriensiegerin Birgit Schwartz-Reinken aus der Lüneburger Heide vor Erika Chaari und der Mündenerin Susi Lüürßen.

Alle drei hatten den richtigen Weg um den Baum gefunden, sodass sie auf der trailigen und teils aufgeweichten Strecke am Ende die 57,2 Kilometer und 1500 Höhenmeter auf der Laufuhr hatten. Für Schwartz-Reinken war es bereits der sechste Sieg auf der Ultra-Distanz.

Auf der Marathonstrecke war Daniel Höner aus Kassel nicht zu schlagen. Er bewältigte die mit 1100 Höhenmetern gespickte 42,5 Kilometer lange Strecke in 3:25 Stunden mit 20 Minuten Vorsprung vor dem Schrecksbacher Uwe Görig und dem Vellmarer Markus Laudon.

Vellmarerin siegt bei den Damen

Bei den Damen gewann die Vellmarer Marathonläuferin Sylke Kuhn mit fast 30 Minuten Vorsprung auf die Elmshornerin Silja Rohlfing und der Marburgerin Victoria Mortasawi. Das Ergebnis ist umso beachtlicher, da Kuhn am Vortag den 20 Kilometer-Lauf der Frauen beim Volkslauf in Hessisch Lichtenau ebenfalls gewann.

Beim Halbmarathon setzte der Frankershäuser Johannes Hofsommer ein Ausrufezeichen. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von nahezu 16 km/h bewältigte der Dritte der Hessischen Marathonmeisterschaften des vergangenen Jahres die mit 535 Höhenmetern gespickte und teilweise trailige Strecke in 1:22,15 Stunden und nahm Vorjahressieger Florian Engel und dem Fürstenhagener Andreas Jordan fast drei Minuten ab.

Diese ließen auf der gesamten Strecke nicht voneinander ab und haben sich dann mit einem gemeinsamen Zieleinlauf den gemeinsamen zweiten Platz erlaufen. Bei den Frauen gewann die Jenaerin Andrea Behnert vor der Lohfeldenerin Nora Battermann und der Witzenhäuserin Katharina André-Mora.

Bei den Marathon Wanderern haben Thomas Pusinelli aus Wuppertal und Nicole Fietkau aus Vellmar ihren Vorjahressieg wiederholt.

Ergebnisse vom Bilstein-Marathon finden Sie hier.   

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