Volpriehäuser Orientierungsläufer erneut Weltmeister bei World Police and Fire Games

Strahlender Sieger: Matthias Blaschke vom SC Volpriehausen posiert mit der Deutschland-Flagge. Fotos: privat/nh

Fairfax County. Riesiger Erfolg für Matthias Blaschke vom SC Volpriehausen: Der Lehrer an der hessischen Landesfeuerwehrschule hat jetzt bei den World Police and Fire Games seinen Weltmeistertitel im Sprint-Orientierungslauf erfolgreich verteidigt.

Die Wettkämpfe für Angehörige von Feuerwehr, Polizei, Justiz und Zoll finden alle zwei Jahre statt. Austragungsort war nun das amerikanische Fairfax County in Virginia. Rund 9600 Teilnehmer aus über 70 Ländern traten dort in 65 Disziplinen an.

Die letzten Meter: Blaschke auf dem Weg zum Gold.

Los ging es für Blaschke mit dem Treppenlauf - und das durchaus erfolgreich. Mit voller Feuerwehrausrüstung wurde er Achter, in Sportkleidung reichte es sogar zu Platz sechs (3:26,9 Minuten). Damit war der Volpriehäuser schnellster Deutscher und bekam obendrauf Silber in der Mannschaftswertung.

Schon am nächsten Tag ging es mit dem Orientierungslauf über die klassische Distanz weiter. Blaschke tat sich zu Beginn der rund 6,5 Kilometer langen Strecke (Luftlinie) zwar schwer, das hinderte ihn aber nicht daran, hinter einem Letten und einem Spanier doch noch zu Bronze zu laufen.

Schmerzender Knöchel

Ausgerechnet in seiner Paradedisziplin wurde der Lehrer dann von einer Verletzung etwas ausgebremst. Beim Hindernislauf über 3000 Meter, der bei Temperaturen von rund 40 Grad ausgetragen wurde, machte sich eine alte Verletzung am Sprunggelenk wieder bemerkbar. „Ich konnte nicht mehr richtig springen“, berichtet Blaschke. Da das Tempo aufgrund der Hitze aber nicht allzu hoch war, reichte es trotz des Handicaps zu Platz drei in 12:48,41 Minuten.

Zwei Tage später stand zum Abschluss der Sprint-Orientierungslauf auf dem Plan. Vor zwei Jahren hatte sich der Ausdauersportler in Belfast Gold geholt, das nun verteidigt werden sollte. Dafür musste er 19 Kontrollposten auf der 2,4 Kilometer langen Strecke (Luftlinie) ansteuern. Doch anfangs lief es nicht rund. Blaschke wurde bei Punkt acht vom hinter ihm gestarteten Läufer eingeholt. Doch jener Konkurrent patzte bei Kontrollposten zehn. Blaschke witterte seine Chance. „Ich lief so schnell ich konnte. Das war der spannendste  Lauf meiner Karriere“, beschreibt er. Und es reichte zur Titelverteidigung! Nach 19:39 Minuten war er im Ziel und hatte satte 40 Sekunden Vorsprung.

2017 finden die nächsten Titelkämpfe im kanadischen Montreal statt. (mwa)

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