European Championships 2018

Carolin Schäfer jubelt über Bronze im Siebenkampf bei der EM in Berlin

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Bronze in Berlin: Carolin Schäfer wird Dritte im Siebenkampf.

Berlin. Bronze war der Lohn für den zwei Tage währenden Kampf um Zentimeter und Sekunden. Die Bad Wildunger Siebenkämpferin Carolin Schäfer wurde am Freitagabend Dritte im EM-Siebenkampf der Frauen.

„Es gibt nichts Höherwertiges, als mit Edelmetall aus diesem Stadion zu gehen“, jubelte Schäfer.

214 Punkte Rückstand betrug bei 6602 eigenen Punkten ihr Rückstand auf die Olympiasiegerin und Weltmeisterin Nafissatou Thiam aus Belgien, die den Wettkampf mit 6816 Punken gewann. Zweite wurde die Engländerin Katarina Johnson-Thompson, die auf 6759 Punkte kam.

Schäfer hatte dabei gestern Abend nicht nur das Duell mit den europäischen Spitzenathletinnen auszufechten. Kurz vor dem Star des abschließenden 800-Meter-Laufes war bekannt geworden, dass ihre Teamkameradinnen bei einem Autounfall verletzt worden waren. Louisa Grauvogel (LG Saar 70) und Mareike Arndt (TSV Bayer 04 Leverkusen) mussten danach den 800-Meter-Lauf absagen. Die beiden Athletinnen waren am Freitagnachmittag auf der Rückfahrt ins Hotel nach der sechsten Disziplin, dem Speerwerfen, in einen Verkehrsunfall geraten. Sie wurden anschließend medizinisch versorgt. Grauvogel konnte noch am Abend das Krankenhaus verlassen, Arndt wurde dagegen weiter stationär behandelt.

Teamkolleginnen am Abend in Unfall verwickelt

DLV-Cheftrainer Idriss Gonschinska hatte dazu noch am Freitagabend kurz vor 20 Uhr eine improvisierte Pressekonferenz hinter der Pressetribüne im Olympiastadion gegeben: „Für uns ist es das Wichtigste, dass es bei Mareike und Louisa keine schwerwiegenden Verletzungen gibt“, sagte der 49-Jährige. Auch aus Sicht von Gonschinska ruhten zu diesem Zeitpunkt alle Hoffnungen auf Carolin Schäfer: „Ich hoffe einfach, dass Caro jetzt für die anderen beiden mitläuft.“ Und das tat sie. „Es war eine schwere Saison für mich. Aber ich bin noch nie einen 800-m-Lauf so entschlossen gelaufen“, erklärte die Nordhessin.

Mit der erreichten Leistung konnte die für die LG Eintracht Frankfurt startende Schäfer mehr als zufrieden sein. So hatte die 26-Jährige im Speerwerfen mit 53,73 Metern eine Saisonbestleistung erzielt. Und nicht nur das: Zuvor hatte Schäfer bereits im Weitsprung am Freitag mit 6,24 Metern eine weitere Saisonbestleistung aufgestellt. Ihre diesjährigen 6549 Punkten schienen also greifbar zu sein. Zumal auch der Donnerstag nach Plan gelaufen war: Da lag die Bad Wildungerin nach den ersten vier Disziplinen ebenfalls auf Platz drei: „Die 100 Meter Hürden waren ein solider Einstieg, im Hochsprung hätte ich mir etwas mehr als 1,79 Meter gewünscht. Das Kugelstoßen war schon immer meine Wackeldisziplin, da gehen die 14,12 Meter in Ordnung, und auch 23,75 Sekunden über die 200 Meter sind für mich eine solide Leistung. Heute Abend kommen die Füße in die Eistonne, und viel wird nicht mehr passieren“, hatte Schäfer noch am Donnerstag gesagt. Dann passierte zwar am Freitag doch noch so einiges aber zum Glück der Bad Wildungerin nichts, was ihre Bronzemedaille betraf.

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