Stadt hätte gute Chancen

Deutsche Leichtathletik-Meisterschaft 2021 wieder in Kassel?

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Stars vor vollen Rängen: Diskuswurf-Olympiasieger Robert Harting war 2016 bei der zweiten Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft dabei. Mittlerweile hat er allerdings seine Karriere beendet.

Nachricht mit Charme: Die Deutsche Leichtathletik-Meisterschaft könnte wieder nach Kassel kommen. Und zwar 2021. Es wäre das dritte Mal nach der Premiere 2011 und der zweiten Auflage 2016.

Den Stein ins Rollen gebracht hat jetzt Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle: „Ich werde den städtischen Gremien vorschlagen, dass wir uns um die Ausrichtung bewerben“, kündigte er an. „Wir haben das Auestadion auch zu einer Leichtathletik-Arena ausgebaut, um Gastgeber für solche Events sein zu können.“ Die beiden vergangenen Meisterschaften haben gezeigt, wie groß zudem die Begeisterung in der Bevölkerung für nationale Top-Events ist: Die Wettkämpfe fanden beide Male vor vollen Rängen statt.

Beim Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) stößt die Ankündigung aus Kassel auf Interesse: „2011 und 2016 hat Kassel sehr gute Deutsche Meisterschaften im Auestadion mit großer Unterstützung der Stadt ausgerichtet“, betonte Peter Schmitt, Mediendirektor des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV) auf Anfrage. Und so geht’s nun weiter: Sprechen sich die städtischen Gremien für eine Bewerbung aus, wird der Hessische Leichtathletik-Verband (HLV) eine offizielle Bewerbung beim DLV einreichen, dessen Präsidium in letzter Instanz über die Vergabe entscheidet. Und für Kassel sieht es gut aus: „Bisher gibt es außer der Bewerbungsabsicht von Kassel keinerlei weitere Bewerbungen für die DM 2021“, erklärte Schmitt. Und: „Sollte bis zur nächsten Sitzung im Juni keine weitere Bewerbung vorliegen, hat Kassel sehr gute Chancen, 2021 DM-Stadt zu werden.“

Auch in der regionalen Leichtathletik-Szene herrscht entsprechende Vorfreude auf eine eventuelle dritte Auflage der nationalen Titelkämpfe im Auestadion.

Die Reaktionen sind durchweg positiv. Tom Ring etwa, vom Laufteam Kassel sagt: „Bisher war ich nur Zuschauer bei den beiden Deutschen Meisterschaften im Auestadion. Falls Kassel die Meisterschaften bekommt, hätte für mich die Qualifikation Vorrang.“

Ähnlich sieht das Jens Nerkamp, der 2016 über 5000 Meter dabei war: „Kassel wäre was Besonderes. Zuletzt stand der Marathon bei mir im Fokus. Wenn die Meisterschaften allerdings ins Auestadion vergeben werden, würde ich meine Pläne noch einmal überdenken.“ Der aus Kassel stammende EM-Teilnehmer Steven Müller, der zu Deutschlands besten 200-Meter-Sprintern zählt, äußert sich ähnlich: „Natürlich wäre eine nationale Meisterschaft in Kassel großartig, aber im Moment fällt es mir schwer, so weit in die Zukunft zu denken.“

Gleiches gilt für Dreispringerin Neele Eckardt, die für die LG Göttingen startet. Ihr Trainer Frank Reinhardt sagt: „Für Neele steht Olympia 2020 im Fokus. Was danach kommt, ist derzeit noch nicht fixiert. Sie hat es aber immer bedauert, 2016 das Quasi-Heimspiel in Kassel kurzfristig wegen einer Verletzung verpasst zu haben.“

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