Vierter Meistercoup des Staffelquartetts in Folge

Diana Richter über den Staffel-Titel: "Das war der Oberhammer"

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Gold mit der Staffel: Diana Richter aus Rennertehausen sicherte sich mit der 4 x 100 Meter-Staffel des  TSV Korbach die Goldmedaille. Auch mit den Leistungen bei ihren Einzelstarts war sie zufrieden.

Zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze: Das war die Ausbeute der Leichtathletik-Senioren aus dem Kreis Frankenberg am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften in Leinefelde-Worbis.

Ganz oben auf dem Treppchen stand Dreispringer Martin Triebstein (LG Eder). Diana Richter (Rennertehausen) wurde mit der 4 x 100-Meter-Staffel des TSV Korbach in der W 40 Deutscher Meister.

„Das war der Oberhammer“, freute sich Richter über den vierten Meister-Coup des Korbacher Quartetts über die 100 Meter in Folge. Mit 54,44 Sekunden landete der TSV Korbach mit Richter, Marion Tenbusch, Eva-Maria Zürker und Tatjana Schilling auf Rang eins. Silber ging an den VfL Spandau (54,78 Sekunden), Bronze an den TSV Schongau (54,81 Sekunden). Schongau reiste mit der laut Richter klar besseren Qualifikationszeit an. „Aber wir wussten, dass es zählt, wie man das am Wettkampftag auf die Bahn bekommt.“

Und das bekamen Richter und ihre Teamkolleginnen prächtig hin. Zwar lag das TSV-Team vor der Schlussläuferin noch knapp auf dem letzten Platz – Tatjana Schilling startete aber eine beeindruckende Aufholjagd. Richter beobachtete die als zweite Läuferin von der Gegengerade aus. „Sie hat den Turbo von hinten gezündet und alle überrollt“, sagte die Lehrerin aus Rennertehausen, die mit ihren Teamkolleginnen später den Titel traditionell mit Pizza und Sekt feierte.

Richter war übrigens die Vielstarterin aus Frankenberg. Einzelstarts über die 100 Meter, Weitsprung, Dreisprung, Speerwurf und Diskus standen in der W 45 ebenfalls auf dem Programm. Zwar sprangen hier keine Medaillen heraus, allerdings waren alle Wettkämpfe auf hohem Niveau. „Ich habe in keiner Disziplin geschwächelt“, freute sich Richter nach ihrem „persönlichen Siebenkampf“. Selbst beim Schlusswettkampf Diskuswerfen „habe ich noch 28 Meter rausgehauen, obwohl ich richtig müde war“. 28,56 Meter reichte für Rang sieben. Platz vier und eine neue Bestleistung gab es im Dreisprung (9,05 Meter), jeweils Sechste wurde Richter über die 100 Meter (14,15, im Vorlauf 14,08 Sekunden), im Weitsprung (4,60 Meter) und mit dem Speer (29,26 Meter). „Damit kann ich total zufrieden sein“, sagte Richter.

Martin Triebstein ging über den Dreisprung ins Rennen und holte sich in der M 50 wie erwartet die Goldmedaille. Mit 12,24 Metern blieb er allerdings ein Stück hinter seinen Möglichkeiten zurück, was auch der kalten Witterung geschuldet war. Aus diesem Grund verzichtete Triebstein auch auf seine Teilnahme im Weitsprung. Robert Ingenbleek hatte in der M 55 ebenfalls am Freitag mit dem Wetter zu kämpfen. Der Diskuswettbewerb hatte sich verzögert. „Körperlich ist das nicht förderlich“, sagte der Frankenberger Rechtsanwalt, der seine Weite von 44,61 Metern erst im letzten Versuch erzielte. Die reichte zu Silber, hinter Norbert Demmel (Unterhaching), der mit 51,66 Metern gewann. Im Kugelstoßen verzichtete Ingenbleek auf seinen Start, da er Probleme am rechten Handgelenk hatte. Eine Teilnahme am Speerwurf sagte er wegen der kalten Witterung ab. „Ich wollte nicht riskieren, dass es mir da in den Rücken reinzieht“, sagte Ingenbleek. Bronze sicherte sich Andreas Linnemann über die 200 Meter der M 60. Er kam nach 27,62 Sekunden ins Ziel. Silber ging an Günter Vogel (Dürwiß, 27,01 Sekunden), Gold an Heiner Lüers (Westerstede, 26,68 Sekunden). Über die 100 Meter landete Linnemann auf Rang vier. Lange kämpfte er mit Michael Thomas (Magdeburg) um Rang zwei, ehe das Duo auf den letzten Metern noch von Joachim Schneider (Werl) überholt wurde, der in 13,23 Sekunden Silber holte. Thomas wurde Dritter in 13,32 Sekunden, Linnemann kam drei Hundertstel später ins Ziel. Gold ging an Günter Vogel (13,00 Sekunden). Im Weitsprung landete Linnemann mit 4,86 Metern auf Rang fünf.

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