Maurice Herwig und Kevin Reimuth vom ETSV zeitgleich vorn - Sanna Almstedt zum vierten Mal Siegerin

Doppel-Triumph beim Cherry-Man in Witzenhausen

Wie immer barfuß: Gesamtsiegerin Sanna Almstedt.

Witzenhausen. Das gab es beim Cherry-Man in Witzenhausen noch nie. Auf dem obersten Siegertreppchen standen bei der Auszeichnung der Besten gleich zwei strahlende Athleten des Eschweger TSV, die sich gegenseitig freudig beglückwünschten und dann die Pokale von Thomas Meil von den Stadtwerken Witzenhausen entgegennahmen.

Auf die Sekunde gleich waren Maurice Herwig und Kevin Reimuth vorher in 59:36 Minuten ins Ziel gelaufen und teilten sich deshalb in diesem Jahr den Königstitel des Cherry-Man. „Die Bedingungen waren bei diesem Wettkampf optimal und ich habe nach dem Schwimmen schnell den Rhythmus auf meinem Rennrad gefunden, sagte Maurice Herwig nach seinem ersten Start in der Kirschenstadt. Er lieferte sich bei diesem Kurz-Triathlon einen packenden Dreikampf mit seinem Vereinskameraden und dem Marburger David Trenk, der als Cherry-Man vor zwei Jahren einen neuen Streckenrekord aufgestellt hatte. Letzterer wusste am Ende genau, dass er den erneuten Sieg verpasst hatte. „Die beiden Sieger waren dieses Mal einfach besser“, meinte der keineswegs enttäuschte Gesamt-Dritte, der für die drei Disziplinen elf Sekunden mehr benötigte.

Harter Kampf: Die ersten 400 Meter im Becken.

Überhaupt gab es bei diesem Wettkampf in familiärer Atmosphäre meist freudige Gesichter. „Absolut zufrieden“ war auch Anna Riethmüller aus Gerbershausen, die vor fünf Wochen den Frauenwettbewerb beim Werra-Man in Eschwege gewonnen hatte. „Es war ein Klassewettkampf mit einer tollen Organisation. Im Ziel habe ich mich gefühlt, als ob ich gar nichts sportliches gemacht habe“, strahlte die Gesamtzweite.

Nur die Göttingerin Sanna Almstedt war 26 Sekunden schneller. Wenn sie beim Cherry-Man in Witzenhausen startet, dann gewinnt sie immer. Das war in den Jahren 2007 bis 2009 so und nun ein weiteres Mal bei ihrer vierten Teilnahme. Auf der Laufstrecke war sie wie immer barfuß unterwegs.

Längere Triathlon-Distanzen sind ihr eigentlich lieber, doch nach ihrem Start erst kürzlich im französischen Nizza läuft ihr noch immer ein Schauer über den Rücken. „Dort sind wir die gleiche Strecke gelaufen, auf der jetzt das Attentat passiert ist“, erklärte die in der Altersklasse W 40 startende Erfolgsathletin.

Dicht beisammen: Auf dem Rennrad gefordert.

An die Top-Zeiten der Besten kamen die Hobbysportler zwar nicht heran, doch auch bei Athletinnen wie Karolina Hix aus Bad Sooden-Allendorf, Sascha Jank aus Kleinalmerode und anderen war die Freude im Ziel nach überstandener Tortur riesengroß. Sie ließen sich von Freunden und Bekannten erst einmal feiern. „Es hat Spaß gemacht, den Wettkämpfern wie den Organisatoren“, sagte Boris Schäfer von den Stadtwerken Witzenhausen, der den Cherry-Man selbst das erste Mal erfolgreich bewältigte. Der Lohn waren Erinnerungsplaketten für alle, und mancher hatte dann auch noch Glück bei der Verlosung der vielen Preise. (eki)

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