Dragonheart-Battle: Von 455 Startern kamen 450 ins Ziel

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Der Lauf führte durch die Diemel, durch Schlamm und über über Strohwände

Bei Ultralauf in Trendelburg war der Reinhardshäger Michael Fiess der beste heimische Starter. Der Lauf führte durch die Diemel, durch Schlamm und über über Strohwände

Trendelburg/Wülmersen. Die Wälder und Gewässer zwischen Wülmersen und Trendelburg wurden am Samstag zu einem riesigen Abenteuersportplatz für 404 furchtlose Männer und 51 unerschrockene Frauen. Der Hindernislauf Dragonheart Battle führte über 25 Kilometer vom Wasserschloss Wülmersen durch den Steinbruch und querte auf teils zugewachsenen Querfeldeinpassagen das Holzapetal. Es ging über eine hohe Strohwand und durch die Diemel. An der Verpflegungsstation im Burghof konnten die Athleten ein wenig die Burgathmosphäre schnuppern bevor es wieder hinab ging. Hier galt es, den Mühlengraben auf schmalen Balken zu überqueren wobei viele erneut ein Bad nahmen. Nach einer Laufpassage durch die Diemel machten sich die Teilnehmer auf den Rückweg nach Wülmersen, der über weite Strecken auf dem Diemelradweg verlief. Nach einer zweiten Schlammschlacht im Steinbruch Wülmersen geschafft.

Fast alle Teilnehmer schafften die Tortur - nach über fünf Stunden gab es 450 Finisher. Die Resonanz auf die Premiere fiel positiv aus: „Wir sind nächstes Jahr wieder dabei“, war überall zu hören. So auch von Andre Kraus aus Arnsberg, der als einer der Favoriten Vierter wurde. Für ihn waren die Laufpassagen auf ausgebauten Wegen zu lang - eine Kritik die mehrere andere teilten oder sich mehr Hindernisse wünschten. Gar nicht so einfach, hieß es seitens der Veranstalter, da die diversen Naturschutzgebiete berücksichtigt werden müssten.

Das Zuschauerinteresse war übersichtlich, vor allem in Trendelburg versammelten sich an der Strohwand und auf der Diemelbrücke viele Menschen, die das Treiben der Extremläufer beobachten. Die Neugier der lokalen Ausdauersportszene war dagegen groß: überall auch an abgelegenen Stellen der Strecke traf man Läufer oder Radsportler, die sich begeistert zeigten.

Sportlich haben sich die hohen Erwartungen von Organisator Joachim von Hippel, der die Top-Läufer unter zwei Stunden im Ziel erwartete erfüllt: Felix Grelak (Essen) gewann in 1:58:45 Stunden, eineinhalb Minuten später kamen die nächsten. Sie sind allesamt routinierte Hindernisläufer, haben bereits Erfolge bei ähnichen Extremläufen verbucht. Neben Startern aus ganz Deutschland und den Nachbarstaaten gingen aber auch zahlreiche regionale Sportler auf die anspruchsvolle Strecke. Michael Fiess (LAG Wesertal, Reinhardshagen) wurde Elfter in 2:12:15, bei den Damen schaffte Yvonne Lahme aus Wolfhagen den vierten Platz in 2:50:37. Das Team Dragonheartbattle (Trendelburg/Hofgeismar) war mit acht Läuferinnen und Läufern dabei, Henning Flader und Jens Gobrecht vertraten erfolgreich den TSV Deisel. Aus Zierenberg war Markus Schäfer in 3:28:45 im Ziel. Tim Mantel, Florian und Frieder Seela aus Bad Karlshafen freuten sich ebenfalls über die Finishermedaille.

Die Anmeldungen für den Dragonheart Battle am 19.11.2016 laufen schon: www.dragonheartbattle.de.

Dragonheart-Battle in Trendelburg

Dragonheartbattle  Start-Gelöbnis-7724:Vor dem Start auf die Knie: das Gelöbnis der Drachenherzen bringt vor der Schlacht einen Moment der Ruhe und der Konzentration: „Ich gelobe, jedem meiner Mitstreiter eine helfende Hand zu reichen, der meine Hilfe braucht. Wir kämpfen diese Schlacht gemeinsam, keiner bleibt zurück“, heißt es darin. Das hat geklappt: die Veranstalter geben die Quote der Finisher mit 99 Prozent an.(ggf. links und rechts noch was abschneiden…)foto: zlö123
 © Löschner
Dragonheartbattle_Werner-Matzkeit-7834Moderator Ritter Dietrich war nicht der einzige Schwertträger beim Dragonheartbattle: Werner Matzkeit (Hövelhof) zog sogar mit ritterlichem Gewand in die Schlacht der Drachenherzen. Das wurde natürlich schon zu Beginn im Schlamm des Steinbruchs in Mitleidenschaft gezogen. Zu einem glorreichen Ende gebracht hat der tapfere Ritter seinen Kampf: er erreichte das Ziel im Wasserschloss nach 3:41:46 Stunden.foto: zlö123
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Dragonheartbattle_Henning-Flader-8026In der lokalen Sportszene sorgte der neue Wettkampf für großes Interesse und viel Begeisterung. Hier macht sich Henning Flader aus Deisel in einem der Matschcontainer in Trendelburg schmutzig. Er kam mit hervorragenden 2:55:40 unter die Top-100. Jens Gobrecht, der ebenfalls für den TSV Deisel antrat, schaffte die Tortur in 3:07:32.foto: zlö123
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Und noch die beiden Querformate ganz unten:Dragonheartbattle_Strohwand-7887Eines der Hindernisse in Trendelburg war die einige Meter hohe Strohwand, die auf dem Hin- sowie auf dem Rückweg überwunden werden musste. Die Hindernisse wurden überwiegend von regionalen Partnern und Sponsoren aufgebaut.foto: zlö123
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Der Steinbruch muss unbedingt einmal rein. Wenn der Ritter auf die 1 kommt, gibt es noch zwei unterschiedliche Formate:Dragonheartbattle_ Steinbruch-7816Dragonheartbattle_Steinbruch Wülmersen-7840Ein spektakulärer Höhepunkt der Dragonheart-Strecke ist der Steinbruch bei Wülmersen, den die Läufer gleich zwei Mal absolvieren müssen: kurz nach dem Start und kurz vor dem Ziel. Neben dieser Schlamm- und Wasserpassage ist noch ein Kriechhindernis zu überwinden – es ging unter einem großen Bagger durch den Matsch, danach waren kurze steile An- und Abstiege zu meistern. Dabei war teils eher Klettern als Laufen angesagt.foto: zlö123
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Dragonheartbattle _Siegerin_Bianca-Kornmann-7954Sie stieg als erste Frau aus den Fluten der Diemel und ließ sich die Spitzenposition nicht mehr nehmen: Bianca Kornmann aus Gießen gewann den Battle in 2:38:39 Stunden.foto: zlö123
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Dragonheartbattle Siegequartett-7860Start-Ziel-Sieg: das Führungsquartett, das bereits nach 50 Minuten die ersten Hindernisse innerhalb Trendelburgs überwand, brachte den Vorsprung von zwei, später drei Minuten bis ins Ziel. Vorne der spätere Sieger Felix Grelak (Essen), gefolgt vom Zweitplatzierten Chris Lemke (Northeim), Andre Kraus (Arnsberg, wurde Vierter) und dem Dritten Frank Kleinsorg (Trailrunning Harz).foto: zlö123
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Dragonheartbattle  _Michael-Fiess-7868Die Top-Platzierung der einheimischen Laufspezialisten sicherte sich Michael Fiess (LAG Wesertal, Reinhardshagen). Er kam gerade einmal zwei Minuten hinter der Führungsgruppe in Trendelburg an. Im Ziel hatte er gut 13 Minuten Rückstand und wurde Elfter in 2:12:15.foto: zlö123
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Dragonheartbattle _Veitenstein Bravehearts-8206Die Mannschaftswertung ging an die Veitenstein Bravehearts, ebenso wurde ihnen der „Dragonheart Teamspirit Cup“ verliehen. Die Truppe aus dem Fränkischen ist seit Jahren im ganzen Land bei Hindernisläufen am Start und hat nun auch den Trendelburger Dragonheartbattle erfolgreich absolviert.foto: zlö123
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Dragonheartbattle_Göran Gehlen-8128 Standesgemäß mit HNA-Mütze ging der Hofgeismarer Redaktionsleiter Göran Gehlen an den Start. Hier hat er die Diemelpassage unter der Trendelburger Brücke hindurch geschafft und macht sich auf den Rückweg nach Wülmersen. Das Ziel erreichte er nach 3:08:32.foto: zlö123
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Und das Hochformat links Steinbruch oder:Dragonheartbattle _Diemelpassage-8141Das Motto „Einer für alle – alle für einen“, mit dem das Startgelöbnis der Dragonheart-Teilnehmer schließt wird auch gelebt: wer in der schwierigen Laufpassage durch die Diemel von den unsichtbaren und unberechenbaren Steinen zu Fall gebracht wurde, dem wurde natürlich geholfen. Auch an den seichten Stellen stand natürlich zusätzlich die DLRG bereit.foto: zlö123
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Oder nochmal Lokalmatadoren:Team Dragonheartbattle 8174Drei Läufer des Team Dragonheart aus Trendelburg und Hofgeismar bei Kilometer 18: „Wir sind im Endspurt“ rief Mark Bornhage (links hier mit Alina Herrmann und Timo Swoboda). Tatsächlich machten diese drei auf dem Diemelradweg einen erstaunlich lockeren Eindruck. Das Team war vor Ort in die Entwicklung der Veranstaltung eingebunden.foto: zlö123
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Dragonheartbattle _ Steinbruch-7816Ein spektakulärer Höhepunkt der Dragonheart-Strecke ist der Steinbruch bei Wülmersen, den die Läufer gleich zwei Mal absolvieren müssen: kurz nach dem Start und kurz vor dem Ziel. Neben dieser Schlamm- und Wasserpassage ist noch ein Kriechhindernis zu überwinden – es ging unter einem großen Bagger durch den Matsch, danach waren kurze steile An- und Abstiege zu meistern. Dabei war teils eher Klettern als Laufen angesagt.foto: zlö123
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Dragonheartbattle  Sarah-Wallmichrath-7971Vor dem Sturm auf die Trendelburg musste die Diemel durchschwommen werden. Sarah-Wallmichrath aus Köln, die am Ende den zweiten Platz bei den Damen in 2:43:10 belegte, hat sich vom kalten Wasser jedenfalls nicht den Spaß am Wettkampf verderben lassen. Die Wasserpassagen wurden von der DLRG abgesichert.foto: zlö123
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