Leichtathletik-EM

Dreispringerin Eckhardt: Gibt es einen Ausrutscher nach oben?

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Da spritzt der Sand auseinander: Neele Eckhardt bei ihrem Siegessprung bei den Deutschen Meisterschaften in Nürnberg. Die LGerin wurde Deutsche Meisterin 2018. 

Göttingen. Eine Woche vor der Leichtathletik-Europameisterschaft in Berlin – wie sieht es da bei Neele Eckhardt (26) aus, die am vorletzten Wochenende in Nürnberg deutsche Meisterin im Dreisprung wurde?

„Sehr gut“, sprudelt es aus der Athletin von der LG Göttingen nur so hervor. „Freudig gespannt“ sei sie, verrät Universiade-Siegerin vom vergangenen Jahr. Im Berliner Olympiastadion hofft die Sportsoldatin nun auf „einen Ausrutscher nach oben“.

Damit ist gemeint, dass sie ihre Siegesweite von Nürnberg (14,21 Meter) und vielleicht auch ihre persönliche Bestleistung von 14,35 Meter, ausgestellt vor einem Jahr bei den Norddeutschen Meisterschaften im Göttinger Jahnstadion, noch toppt. Im HNA-Interview hatte sie am vorletzten Samstag gesagt, dass sie sich durchaus 14,50 Meter zutraue. Abwarten. Stimmen müssten auf alle Fälle die äußeren Bedingungen. Sie dürfen nicht so sein wie in Nürnberg mit Dauerregen und Kühle.

Am Montagabend war Neele Eckhardt schon dabei, die Sachen für das Kurz-Trainingslager in Kienbaum (östlich von Berlin) zusammenzupacken. „Die Stimmung ist gut, ich freue mich auf Berlin“, meinte sie zuversichtlich.

Es gehe jetzt in diesen letzten Tagen vor dem großen Wettkampf darum, „die Form zu erhalten“, um „top-frisch bei der Qualifikation an den Start zu gehen“. Die wird am übernächsten Mittwoch ausgetragen. Qualifiziert sich die Jurastudentin fürs Finale, muss sie am übernächsten Freitagabend in den Endkampf. Über Gegnerinnen macht sie sich indes keinen Kopf. Locker zu bleiben, ist angesagt.

Ein Problem ist zudem inzwischen ausgeräumt. Eckhardts Trainer Frank Reinhardt wird die LGerin in Berlin coachen können. Inzwischen hat er doch noch eine Akkreditierung erhalten, die ihm zunächst noch vorenthalten war als Landestrainer Sprung beim Niedersächsischen Leichtathletik-Verband. Weil Eckhardt vorübergehend als Siebte unter den Top-Acht in Europa gewesen ist (derzeit Zehnte), hat es nun doch noch mit der Zugangsberechtigung geklappt. Man stelle sich vor: Fußball-Bundestrainer Jogi Löw müsste sich eine Eintrittskarte für ein Spiel seiner Mannschaft kaufen...

An Unterstützung wird es Neele Eckardt in Berlin auch nicht mangeln. Ihre (geschiedenen) Eltern Gudrun und Rolf, ihre Schwestern Lisa und Patricia werden ebenso auf der Tribüne die Daumen drücken wie Freund Richard (Ex-Wasserballer), eine gute Freundin aus Düsseldorf sowie viele weitere verwandt, Bekannte und Freunde. „Insgesamt werden es wohl über 20 sein“, sagt die Göttinger Dreispringerin voller Zuversicht auf den Wettkampf. (gsd)  

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