Leichtathletik

Dreispringerin Eckhardt: Sieg ohne Wettkampf-Gefühl

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Hopp - Step - Jump: Neele Eckhardt in der dritten Phase des Dreisprungs. Nach dem Absprung (Hopp) und dem Zwischenschritt (Step) kommt der eigentliche Sprung (Jump). 

Göttingen – Nicht ganz zufrieden war Göttingens Top-Leichtathletin Neele Eckhardt (27) beim dritten Feriensportfest ihres Klubs LG Göttingen im Jahnstadion. Im dritten Versuch kam sie in ihrer Paradedisziplin Dreisprung auf 13,52 Meter und sprang damit einen Zentimeter weiter als vor Wochenfrist bei der NRW-Gala in Bottrop.

„Es kam kein richtiges Wettkampf-Feeling auf“, meinte die immer noch amtierende deutsche Dreisprungmeisterin angesichts der enttäuschenden Zuschauerzahl. Während Eckhardt einen ordentlichen, aber keineswegs überragenden Wettbewerb absolvierte, konnte Hochsprung-Ass Eike Onnen (Hannover) wegen einer Verletzung nicht antreten.

„Es hätte natürlich gern etwas weiter sein können“, gestand Neele Eckhardt ein, die in Abwesenheit von Landestrainer Frank Reinhardt (bei der U 23-EM in Schweden) von dessen Frau Silke gecoacht wurde. „Es gibt noch einige kleine Baustellen. Die Sprünge waren technisch nicht so gut“, räumte Eckhardt selbstkritisch ein. Immerhin war sie zufrieden, einen Wettkampf mit sechs Sprüngen absolviert zu haben. Am kommenden Wochenende stehen in Hannover die Norddeutschen Meisterschaften auf dem Programm. Anfang August folgen die Deutschen Meisterschaften in Berlin. Für Eckhardt eine Möglichkeit mehr, sich für die WM in Katar zu qualifizieren. Dafür muss sie 14,20 Meter springen. Die LGerin ehrlich: „Die sind im Moment noch weit weg.“

Auf den Hochsprungwettbewerb verzichten musste Eike Onnen. Der inzwischen schon 36-Jährige war als zweiter herausragender Athlet neben Eckhardt angekündigt worden, hat aber eine Knieverletzung noch nicht auskuriert. „Ich habe mir den Innenmeniskus zerlegt“, sagte der Hannoveraner, der wie die Göttingerin hofft, sich noch für die WM zu qualifizieren. „Ich muss jetzt von Woche zu Woche schauen, einfach abwarten.“

Onnen: „Im Jahnstadion wäre ich gern gesprungen, das ist eine schöne Anlage.“ Beim traditionellen Leichtathletik-Meeting in Garbsen hatte er vor Kurzem 2,26 Meter gemeistert, die Norm für die WM sind 2,30 Meter. Passiert war dem EM-Dritten von 2016 das Malheur mit dem Knie in einem Trainingslager, an dem er nun zu knabbern hat. Ob er bei den „Norddeutschen“ in seiner Heimat Hannover oder eventuell bei einem Meeting in Bühl startet, ist noch offen. Die letzte WM-Qualifikations-Möglichkeit seien für ihn die deutschen Meisterschaften in Berlin.  haz/gsd

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