Leichtathletik-DM in Braunschweig

Dreispringerin Eckhardt und Weitspringerin Homeier auf Medaillenjagd

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Silber-Kandidatin: Im Weitsprung der Frauen führt Merle Homeier von der LG Göttingen die deutsche Jahresbestenliste mit 6,57 Meter an.

Erst waren sie für Anfang Juni terminiert, doch dann machte die Coronakrise der Deutschen Leichtathletik-Meisterschaft einen Strich durch die Rechnung. Nun wird sie am 8. und 9. August im Braunschweiger Eintracht-Stadion ausgetragen.

Ein gutes halbes Dutzend Athletinnen und Athleten aus Niedersachsen dürfen sich Medaillen-Chancen ausrechnen. Als aussichtsreichste Titel-Kandidatin gilt die amtierende Dreisprung-Hallenmeisterin Neele Eckhardt von der LG Göttingen. Ihre schärfste Konkurrentin Kristin Gierisch (Chemnitz) wird in diesem Jahr wegen einer Handoperation nicht mehr starten.

„Ein Alleingang wird es aber nicht“, sagt Eckhardts Trainer Frank Reinhardt, Sprung-Landestrainer beim Niedersächsischen Leichtathletik-Verband (NLV). Wie alle Leichtathleten*innen hatte auch die WM- und EM-Teilnehmerin sowie Universiade-Siegerin (Bestleistung 14,35 Meter) zunächst unter der Olympia-Absage zu knapsen, doch inzwischen bescheinigt ihr Reinhardt gute Form. Eckhardt (27) führt die deutsche Jahresbestenliste mit 13,73 Meter an, erzielt vor drei Wochen in Osterode. Nach Gierischs Ausfall ist Maria Purtsa (Chemnitz) ihre wohl größte Konkurrentin. Reinhardt: „Im Wettkampf gehen bei Neele die Alarmglocken an, dann kommt Pfeffer rein.“

Auf Silber eingestellt ist Reinhardts zweiter Schützling: Die vom VfL Bückeburg nach Göttingen gewechselte, aber in Hannover trainierende Weitspringerin Merle Homeier (20) führt die deutsche Jahresbestenliste mit 6,57 Meter an. Vor ihr ist wohl nur Ausnahmespringerin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz) zu erwarten. Sie hat in diesem Jahr aber noch keinen Weitsprung-Wettbewerb bestritten. „Mit Neele und Merle ist zuletzt alles planmäßig gelaufen, beide sind gesund“, berichtet Reinhardt. „Das sieht richtig gut aus.“

Von der LG Göttingen sind noch drei weitere Starterinnen in Braunschweig: Thea Schmidt und Friederike Altmann im Dreisprung, zudem läuft Anne Spickhoff am Sonntag die 1500 Meter.

Ihren ersten Saisonwettkampf im Hochsprung wird Imke Onnen (Hannover 96) nach Verletzungsproblemen in Braunschweig bestreiten. Bei der Universiade 2019 wurde sie Dritte. Ihre Freiluft-Bestleistung steht bei 1,94 Meter. Gecoacht wird sie (und ihr älterer Bruder Eike) von ihrer Mutter und Bundesstützpunkttrainerin Astrid Fredebold-Onnen. Über die Stadionrunde von 400 Metern darf sich Ruth Sophia Spelmeyer (29) einen Podestplatz ausrechnen. Sie stammt gebürtig aus Göttingen, startet aber für den VfL Oldenburg und lebt und studiert in Hannover.

Bei den Männern ist derzeit keiner schneller als Deniz Almas (VfL Wolfsburg). Über 100 Meter legte er 10,24 Sekunden hin – die gleiche Zeit wie Deutschlands Top-Sprinter Julian Reus. Hallenmeister Almas darf sich Edelmetall ausrechnen. Als aussichtsreich gelten zudem Fabian Dammermann von der LG Osnabrück über 400 Meter sowie Viktor Kuk von der LG Braunschweig über 1500 Meter.  gsd

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