Leichtathletik

Dreisprung-Meisterin Eckhardt hofft auf ihr „Heimspiel“

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So läuft die Flugphase beim Dreisprung ab: HNA-Fotograf Hubert Jelinek hat dieses Foto von Neele Eckhardt aus acht Einzelaufnahmen zusammenmontiert. Es stammt von einem Trainingsbesuch im Jahnstadion vor den Deutschen Meisterschaften im vergangenen Jahr.

Am 22. und 23. Juni werden im Göttinger Jahnstadion die Niedersächsischen Leichtathletik-Meisterschaften ausgetragen. Ob die sportlich interessanteste Starterin antreten kann, ist aber noch offen.

Zumindest kann Neele Eckhardt (26) aber hoffen, dass sie bei ihrem „Heimspiel“ dabei ist. „Bei ihr ist ein Aufwärtstrend erkennbar“, sagt ihr Trainer Frank Reinhardt. „Wenn Neele in Göttingen starten würde, wäre das schön, aber es ist noch nichts spruchreif“, so der Landestrainer für die Sprungdisziplinen im Niedersächsischen Leichtathletik-Verband (NLV). 

Reinhardt weiter: „Es gibt inzwischen durchaus Lichtblicke im Training, aber es ist noch nicht so, wie es sein sollte. Es ist ein bisschen ein Vabanquespiel.“ Wann es genau ein Comeback der Top-Dreispringerin von der LG Göttingen gibt, sei noch offen. Eckhardt brauche, so Reinhardt, nach Belastungen noch Pausen.

Rückblick

Im vergangenen November war Neele Eckhardt, amtierende Deutsche Meisterin im Dreisprung, schwer erkrankt. Neben einer Lungenentzündung machte ihr auch eine Herzbeutel-Entzündung zu schaffen. An die Wintersaison in der Halle war überhaupt nicht zu denken, sie musste die WM- und EM-Teilnahme komplett abhaken.

Ganz langsam stieg sie wieder in den Trainingsprozess ein. Im vergangenen März ging es in ein Trainingslager in Portugal, im April flog sie in ein weiteres nach Teneriffa. Derzeit sind Trainingseinheiten in Göttingen und in Hannover angesagt.

Ausblick

Die Trainingssteuerung erfolgt momentan sehr behutsam. Nach den Niedersächsischen Meisterschaften in Göttingen werden die Norddeutschen Titelkämpfe am 20./21. Juli in Hannover ausgetragen. Die deutschen Meisterschaften sind für Anfang August im Berliner Olympiastadion terminiert, die Weltmeisterschaft steigt in diesem Jahr erst ganz spät Ende September/Anfang Oktober in Doha (Katar). Der späte WM-Termin kommt der Planung von Neele Eckhardt entgegen. Noch viel wichtiger sei aber, so Reinhardt, das Olympia-Jahr 2020.

Die Qualifikationsnorm für Berlin sei nicht problematisch. Die 12,75 Meter schaffe die Universiade-Siegerin (in Taiwan) „mit drei, vier Schritten“, formuliert Reinhardt etwas flapsig. Außerdem bekommen Bundeskader-Athleten gegebenenfalls auch eine Wildcard. Eckhardts Bestleistung liegt derzeit bei 14,35 Meter.

Überblick

Eckhardts schärfste deutsche Konkurrentin, Kristin Gierisch (Chemnitz), sprang am vergangenen Wochenende in Garbsen neuen deutschen Rekord (14,61m). Die LG-Dreispringerinnen Thea Schmidt (12,67m) und Friederike Altmann (12,69m) verpassten die DM-Norm knapp.

Am 13. Juli richtet die LG Göttingen wie vor zwei Jahren ein nationales Sportfest mit ausgesuchten Wettbewerben aus: 100, 200, 400 m, Dreisprung, Weitsprung. (gsd)

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