Pfarrer Auel siegt vor der Andacht

Dritter Sieg für Jolina Vaupel beim Silvesterlauf in Ziegenhain

Schnelleste Frau: Jolina Vaupel (Geismar).

Matthias Berg (SC Steinatal) hat den 49. Silvesterlauf des TuSpo Ziegenhain gewonnen. Bereits Mitte der ersten von drei Runden löste sich der Gymnasiallehrer aus Neukirchen im Hauptlauf über 8100 Meter der Männer aus der Spitzengruppe und gestaltete fortan sein Rennen gegen die Uhr.

Nach 2014, 2016 und 2017 hakte der 29-Jährige bereits den vierten Sieg im heimischen Silvester-Klassiker ab und lief in 26:56 Minuten seine schnellste Zeit. Jetzt ist die Hessische Hallen-Meisterschaft über 3000 Meter in zwei Wochen in Kalbach das nächste Ziel.

Hördemann und Herbold folgen

Auf den Plätzen unter 142 Starter der Langstrecke Triathlet Dario Hördemann (KSV Baunatal/27:38) vor dem Sieger von 2015, Martin Herbold (TuSpo Borken/28:36), und dem Thüringer Christian Altstadt (LTV Erfurt/28:42). Hinter Martin Wonke (KSV/29:04) brachten Paul-Simon Reiß (29:54) sowie Falk Jany (29:55) den TuS Fritzlar in Erinnerung und blieben ebenfalls noch unter 30 Minuten.

Hut ab vor Senior Peter Kalbfleisch (VfB Schreckbach). Der Altfußballer beendete die Drei-Runden-Hatz in 53:16 Minuten und hängte dabei noch ein halbes Dutzend Athleten ab. Am 8. Januar wird der vitale Alterssportler 83 Jahre alt.

Hochmotiviert nahm Jolina Vaupel (TSV Geismar) das Rennen über die lange Distanz der Frauen auf und tauchte bereits nach der ersten Schleife mit einem deutlichen Vorsprung aus dem Schützenwald auf. In 32:24 steigerte sich die König-Heinrich-Schülerin aus Fritzlar gegenüber dem Vorjahr um fast zwei Minuten und feierte mit 17 Jahren bereits den dritten Sieg in der Schwalm.

Obwohl sie heute in Eschwege lebt, zieht es Tanja Nehme (SC Meißner/33:47) immer wieder in den Schwalm-Eder-Kreis. Hier feierte die vormalige Senioren-Weltmeisterin aus Ermetheis zwischen 2007 und 2016 ein halbes Dutzend Siege und hält seit 2009 in 30:51 den heute noch gültigen Streckenrekord. Auf dem dritten Rang die bereits für die Triathlon-WM am Lake Taupo in Neuseeland qualifizierte Theresa Koch (TB) in 34:19 Minuten.

Siegerin: Die zwölfjährige Sophia Fröhlich (TB).

Kein langes Federlesen mit der Konkurrenz machte Hans-Gerrit Auel (SCS/9:58) im Mittelstrecken-Rennen über 2740 Meter der Männer, musste doch der sportliche Pfarrer anschließend die Jahresschlussandacht in der Kirche in Leimsfeld halten. Mit im Rennen der in der Schwalm auf Besuch weilende und heute 62 Jahre sowie als Realschullehrer im Ostalbkreis arbeitende Weltmeister über 3000 Meter Hindernis von Helsinki 1983, Patriz Ilg (TG Hofen/13:14).

Jungen Athletinnen gehört im Mittelstrecken-Rennen die Zukunft. Von ihnen ist die Siegerin Sophia Fröhlich (TB/11:20) mit 12 Jahren vor Katharina Held (ESV Jahn Treysa/ 12:09) und Lea Schmidt-Weigand (Jesberg/12:43) noch die Älteste. Über 250 Starter freuten sich die Organisatoren Bernd Bick und Thomas Schrammel und kündigten für 2020 die 50. Auflage des ältesten nordhessischen Silvester-Klassikers an.

VON LOTHAR SCHATTNER

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