Leichtathletik: Auch LG-Kugelstoßer Koch und Weitspringer Klack Niedersachsenmeister

Eckhardt springt zur WM

Das war der Sprung zur WM! Neele Eckhardt von der LG Göttingen landete im dritten Versuch bei 14,35 Meter in der Sandgrube. Der Dreisprung-Wettbewerb wurde einmal mehr zu einer Göttinger Domäne mit zwei weiteren LGerinnen auf den Plätzen.. 4 Fotos: Jelinek/gsd

Göttingen. Damit hat sie bei den Niedersächsischen Leichtathletik-Meisterschaften im Jahnstadion mal ein richtig starkes Achtungszeichen gesetzt! Nach einem ganz starken Wettkampf gewann Göttingens Dreisprung-Star Neele Eckhardt (25, LG Göttingen) nicht nur ihre mit Spannung erwartete Spezialdisziplin. Vielmehr sprang sie mit 14,35 Meter im dritten Versuch auch die deutsche Jahresbestleistung und schaffte damit auch die Qualifikationsnorm für die Leichtathletik-Weltmeisterschaft im August in London. Sieg also beim „Heimspiel“!

„Im eigenen Stadion zu gewinnen, ist natürlich toll“, strahlte Neele Eckhardt, nachdem sie die geforderte WM-Norm von 14,10 Meter deutlich übertroffen hatte. Vor dem Siegessprung landete sie zweimal bei 13,91m. Dann ließ sie Versuch vier und fünf aus, legte im letzten mit 14,14m nochmal nach. Auch ihre bisherige persönliche Bestleistung von 14,05m pulverisierte sie geradezu. Glückwünsche von allen Seiten, Küsschen hier, Bussi da – nach ihrem Super-Satz stand Eckhardt natürlich im Mittelpunkt. Nur ihr Freund Richard Noack, früher Wasserballer in Hannover, konnte nicht da sein. Ihre nächsten Termine: Meeting in Dessau, dann die deutsche Meisterschaft in Erfurt im Juli.

Ihr Trainer Frank Reinhardt: „Starke Leistung! Ich habe ihr das zugetraut, aber da muss auch alles passen. Sie hat eine gute Physis und eine gute Entwicklung, seitdem sie vor neun Jahren mit Dreisprung begann.“ Mit einem zünftigen Grillen bei Trainer Reinhardt zuhause feierte die Dreispringerinnen den Erfolg. Denn mit Friederike Altmann (12,28m) und Thea Schmidt (12,03m) belegten zwei weitere LGerinnen Rang zwei und drei.

Und noch mehr Göttinger Jubel! Weitere Niedersachsen-Titel gab es im Weitsprung der Männer durch Jonas Klack und im Kugelstoßen durch Martin Koch. Bei Klack überraschte nicht unbedingt der Titel, sondern die Weite von 7,46 m. „Damit habe ich nicht gerechnet“, meinte der Lehrer vom Theodor-Heuss-Gymnasium (Physik, Mathe, Sport). Am Samstag war er bereits Fünfter über 100 m geworden. „Damit konnte ich noch Spannung aufbauen.“ Zur Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft fehlem dem gebürtigen Versmolder nur noch neun Zentimeter.

Am Samstag wurde Martin Koch bereist Niedersachsen-Meister im Kugelstoßen (14,44m).

Titel für Onnen und de Zordo

Neben den LG-Athleten standen zwei große Namen im Fokus. Am Samstag holte sich EM-Bronzegewinner Eike Onnen (Hannover 96) mit nur zwei Versuchen den Hochsprung-Titel mit 2,15 m. An 2,31 m scheiterte er dreimal. Onnen (34): „Ich habe immer noch Ehrgeiz und auch das Potenzial.“

Am Sonntag holte sich Ex-Weltmeister Matthias de Zordo (Hannover 96) Platz eins im Speerwerfen (72,70m). Insgesamt litten die Titelkämpfe aber unter vielen Absagen von mehreren niedersächsischen Top-Athleten. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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