L.eichtathletik

Eckhardts Triple-Test vorm Titelkampf

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Ihre bisherige persönliche Bestleistung: Bei den niedersächsischen Landesmeisterschaften 2017 im Göttinger Jahnstadion kam LG-Dreispringerin Neele Eckhardt auf 14,35 Metern. 

Schon länger nichts gehört von Neele Eckhardt – was macht Göttingens Dreisprung-Star derzeit und wie sehen ihre Pläne aus? Die HNA sprach darüber mit ihrem Trainer Frank Reinhardt.

Das Wichtigste vorweg: „Neele ist absolut gesund“, berichtet der Sprung-Landestrainer vom Niedersächsischen Leichtathletik-Verband (NLV). Die aktuelle deutsche Hallen-Meisterin (14,09 Meter) war nur zuhause in der Göttinger Südstadt und im Jahnstadion. „Dort konnten wir gut trainieren, wir wurden von der GoeSF gut unterstützt“, berichtet Reinhardt. Eckhardt (27) war die einzige Athletin, die im Jahnstadion trainieren durfte.

Nach der Olympia-Absage sei es schon etwas schwierig gewesen, räumt er ein. Wenn das vorübergehende Lebensziel Olympia ausfällt, falle man doch in ein kleines Loch. Doch die nötige Motivation war alsbald wieder da, zumal sich das Gespann Eckhardt/Reinhardt auch nach neuen sportlichen Zielen und Wettkämpfen umgesehen hat. So wird die einstige Universiade-Siegerin im Juli drei Wettkämpfe bestreiten. Sie dienen zur Vorbereitung auf die deutsche Meisterschaft, die wegen Corona von Anfang Juni nun auf den 8./9. August im Braunschweiger Eintracht-Stadion verschoben wurde. Die Titelkämpfe werden in abgespeckter Form ausgetragen, die technischen Disziplinen wie unter anderem der Dreisprung, in dem WM-Starterin Eckhardt antritt, betrifft dies indes nicht.

Am 4. Juli tritt Eckhardt im Erika-Fisch-Stadion (neben der HDI-Arena) bei einem Event des VfL Eintracht Hannover an. „Ein Aufbauwettkampf“, sagt Reinhardt. Am Samstag darauf (11. Juli) startet sie bei einem Springer-Meeting in Essen. Das Teilnehmerinnen-Feld wurde zusammen mit Dreisprung-Bundestrainer Charles Friedek zusammengestellt. Und wiederum eine Woche später ist Neele Eckhardt beim inzwischen schon traditionellen Leichtathletik-Meeting in Osterode zu Gast, das vom sehr rührigen Ausrichter Rainer Behrens organisiert wird.

„Für uns war es auch wichtig, dass es Wettkämpfe sind, wo wir hinfahren und hinterher gleich zurückfahren und nicht übernachten müssen“, sagt Reinhardt. Alles in allem seien diese drei Starttermine „eine kleine Perspektive. Man kann ein bisschen nach vorn schauen.“

Während der Corona-Zeit konnte die Athletin von der LG Göttingen an einer sechswöchigen Jura-Hausarbeit schreiben, die Phase wurde also sinnvoll genutzt. Selbst das Einkaufen vermied Eckhardt, die an Asthma leidet und zwei Lungenentzündungen überstanden hat. Ehemann Richard erledigte die nötigen Gänge.

An denselben Wettkämpfen wird im Übrigen auch Weitspringerin Merle Homeier teilnehmen, die ebenfalls von Frank Reinhardt trainiert wird. Sie startet inzwischen auch für die LG Göttingen, trainiert aber in Hannover. Kira Wittmann, die zweite Neu-LGerin, absolviert ein Studium bei der Polizei, hat – so Reinhardt – oft Nachtdienst und steht derzeit nicht voll für Wettkämpfe zur Verfügung.

Offen ist laut Reinhardt noch, ob es in Berlin das traditionelle Internationale Stadionsportfest (ISTAF) geben wird.  gsd

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