Leichtathletik

Feriensportfest im Jahnstadion: Eckhardt und Onnen ragen heraus

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Am Samstag beim Dreisprung im Jahnstadion am Start: Neele Eckhardt.

Göttingen – Am Sonnabend ist das Göttinger Jahnstadion zum zweiten Mal in diesem Jahr Austragungsort eines bedeutsamen Leichtathletik-Meetings. Drei Wochen nach den Landesmeisterschaften richtet die LGG ihr 3. Nationales Feriensportfest aus und der Andrang ist beachtlich.

Bei Meldeschluss am Dienstag lagen dem Veranstalter 342 Meldungen von 71 Vereinen aus dem gesamten Bundesgebiet vor. Dabei hatte das LGG-Organisationsteam um Tobias Groenewold für die meisten Disziplinen Qualifikationsnormen gesetzt, um zu große Teilnehmerfelder zu vermeiden. Die Altersklassen wurden zudem auf Männer/Frauen sowie die U20- und U18-Jugend beschränkt.

Internationalen Touch erhält das Meeting neben zwei schwedischen Athleten durch ein südafrikanisches Team, dem unter anderen Hochspringer Chris Moleya angehört, Zweiter der Afrikanischen Meisterschaften und mit kürzlich in Rheinau-Freistatt übersprungenen 2,27 Meter zur erweiterten Weltklasse zählend. Gemeldet hat auch Eike Onnen (Hannover 96), der nach sehr starkem Saisonbeginn mit Erfüllung der B-Norm (2,25 m) eine längere Verletzungspause einlegen musste, dem aber durchaus noch Chancen eingeräumt werden, sich für die WM in Doha zu qualifizieren.

Das ist trotz des Mankos einer langen Krankheitspause auch das Ziel von Neele Eckhardt (LGG), die aufgrund einer Verletzung von Kristin Gierisch, seit einigen Wochen Inhaberin des Deutschen Rekords sowie der Formschwäche ihrer härtesten Gegnerinnen des Vorjahres im Moment an der Spitze der deutschen Dreispringerinnen ziemlich alleine dasteht. Maria Purtsa (LAC Erdgas Chemnitz), die auf der Basis ihres derzeitigen Leistungsniveaus den Rang hinter Eckhardt wahrnimmt, ist im Jahnstadion mit von der Partie. Bei den Männern haben mit Felix Wenzel (SC Potsdam), Christoph Garritsen (Bayer 04 Leverkusen) und Vincent Vogel (LAC Erdgas Chemnitz) gleich drei der derzeit besten deutschen Dreispringer gemeldet.

Auf dem Nebenplatz sollten die Freunde des Hammerwurfs auf ihre Kosten kommen. Carolin Paesler (TSV Bayer 04 Leverkusen), Susen Küster (SV Halle) und Michelle Döpke (TSV Bayer 04 Leverkusen) gehören der nationalen Spitze an und dürften ebenso wie die Jugendlichen Lasse Gundlach (ESV Jahn Treysa), Alisha Germane-Tiko (TSV Bayer 04 Leverkusen) sowie der derzeit sechsbeste DLV-Werfer in der Männerklasse, Tom Brack (TSV Bayer 04 Leverkusen), für Würfe deutlich jenseits der 60-m-Marke gut sein.

Sebastian Bayer, bester deutscher Weitspringer aller Zeiten und seit dem vergangenen Jahr Trainer beim Hamburger SV, kommt mit seinem Schützling Carl-Junior Mireku Boateng (U18), mit einer Bestleistung von 7,29 Metern in seiner Altersklasse deutscher Top-Athlet. Marcel Lienstädt (TSV St. Peter Ording), Vierter der vorjährigen Deutschen Meisterschaften, ist bei den Männern topgesetzt. Weiteres Lokalkolorit erhält der Weitsprung durch den Abschiedswettkampf des vierfachen Landesmeisters Jonas Klack (LGG).

In den Sprintdisziplinen der Frauen steht Pernilla Kramer (VfL Wolfsburg), die DM-Vierte des Vorjahres über 200 m, in der Meldeliste ganz vorne. Bei den Männern sind gleich acht Athleten mit Bestzeiten deutlich unter 11 Sekunden gemeldet. Im Hochsprung der Frauen ist mit einem Zweikampf zwischen Lale Eden (Hannover 96), viertbeste deutsche Hochspringerin des Vorjahres und der Südafrikanerin Yvonne Robson zu rechnen, die mit einer Bestleistung von 1,83 Metern zu Buche steht.

Mit Lea-Jasmin Riecke (Mitteldeutscher SC) ist auch eine amtierende U18-Weltmeisterin gemeldet. Die Magdeburgerin sorgte 2018 in Tampere (Finnland) als Gewinnerin der Goldmedaille für eine Sensation. Sie ist im Jahnstadion für die beiden Sprintstrecken gemeldet. dn/nh 

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