Gazelle und kein Löwe

Sprinter Steven Müller startet bei Deutscher Hallenmeisterschaft

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Startbereit: Der Kasseler Sprinter Steven Müller vor der Kasseler Orangerie. 

Kassel. Ein Laster muss man sich gönnen. Bei Steven Müller ist es der Zucker in seinem Kaffee. Wir trafen Kassels schnellsten Sprinter vor der Deutschen Hallenmeisterschaft.

Die findet an diesem Wochenende in Dortmund statt. Der 27-Jährige Student der Berufspädagogik lebt im Stadtteil Wilhelmshöhe und wird voraussichtlich über 60 Meter, ganz sicher aber über seine Paradestrecke, die 200 Meter, starten. Das sagt Steven Müller über...

Seine aktuelle Form: „Ich bin in diesem Jahr recht erfolgreich in die Saison gestartet. Dazu zählen der Titelgewinn bei der Deutschen Hochschulmeisterschaft über 200 Meter in 21,40 Sekunden und kurz darauf der Titelgewinn bei den Süddeutschen Meisterschaften in 21,35 Sekunden. Inzwischen habe ich als Sprinter die notwendige Routine entwickelt. Es fällt mir leichter, vor einem Wettkampf Unwichtiges auszublenden und mich auf das Wesentliche zu konzentrieren.“ • das bevorstehende Wettkampf-Wochenende: „Die Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund sind für mich ein sehr wichtiger Wettkampf, weil ich mich mit allen nationalen Konkurrenten messen kann. Eine besondere Herausforderung für mich ist die Helmut-Körnig-Halle in Dortmund. Modernere Hallen in Deutschland verfügen über sechs Bahnen. Die Halle in Deutschland hat nur vier. Somit können nur die vier Besten aus den Vorläufen am Finale teilnehmen. Das ist auf alle Fälle mein Ziel. Aber eigentlich reicht mir das nicht: Ich möchte einen Podestplatz.“

Sein Training und seinen Trainer Otmar Velte: „Inzwischen arbeite ich im sechsten Jahr mit meinem Trainer Otmar Velte zusammen. Unsere Zusammenarbeit ist über die Jahre stetig besser geworden. Er hat seine eigenen Schwerpunkte, die er mir vermitteln will. Dazu zählt, dass er mir immer wieder gesagt hat, dass mein Laufstil nicht kraftvoll wie der eines Löwen ist. Seiner Meinung nach sollte ich eher leichtfüßiger wie eine Gazelle laufen. Inzwischen scheinen meine Erfolge ihm Recht zu geben. Ansonsten ist es für mich schwer, im Winter in der Halle zu trainieren. Dafür muss ich nach Südhessen fahren, weil es in Kassel keine Laufbahn in der Halle gibt.“

Seine Perspektiven als deutscher Sprinter: „Wenn ich im Sommer einen guten Tag habe, kann ich eine internationale Qualifikation schaffen. Das ist mein Ziel für die Zukunft.“ Der Deutsche Leichtathletik-Verband (DLV) überträgt die Deutschen Hallenmeisterschaften aus Dortmund mit einem Live-Stream über seine Homepage unter www.leichtathletik.de. Die Übertragung startet mit Beginn der ersten Wettbewerbe am Samstag gegen 11:55 Uhr und am Sonntag gegen 12:25 Uhr.

Von Martin Scholz

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