Leichtathletik: Orth und Schäfer blicken nach der Deutschen Meisterschaft optimistisch Richtung Prag

Leichtathletik: Carolin Schäfer gelingt Generalprobe für EM

Kampf an der Spitze über 3000 Meter: Der Schwälmer Florian Orth (links) und Richard Ringer vom VfB Friedrichshafen (rechts) machen den Titel unter sich aus. Foto:  Görlitz

Kassel/Karlsruhe. Die Statusmeldung bei Facebook bringt es auf den Punkt. Dort schreibt die Siebenkämpferin aus Bad Wildungen Carolin Schäfer diesen Satz: „Prag kann kommen.“

Damit meint sie die Hallen-EM der Leichtathleten, die Anfang März in der tschechischen Hauptstadt ausgetragen wird. Dass Schäfer den kontinentalen Titelkämpfen so optimistisch entgegenblickt, hat einen einfachen Grund: Die Generalprobe am vergangenen Wochenende bei der Deutschen Meisterschaft in Karlsruhe ist rundum gelungen.

„Es ist super gelaufen, wenn man bedenkt, dass ich vorher gesundheitlich etwas angeschlagen war“, sagt Schäfer. In Karlsruhe startete die Mehrkämpferin in den Spezialdisziplinen Hochsprung und 60 Meter Hürden – und mit 1,80 Meter beziehungsweise 8,47 Sekunden schaffte sie zweimal ihre persönliche Bestleistung. Dass sie im Hochsprung sogar auf dem dritten Platz landete, freut sie doppelt. „Als Mehrkämpferin die Spezialisten zu ärgern, macht immer Spaß“, sagt die 23-Jährige augenzwinkernd.

Über die Sprintstrecke reichte es nicht fürs Finale. Aber sei’s drum. „Ich bin sehr zufrieden. Ich weiß, dass bei den Hürden noch mehr geht. Unterm Strich habe ich jetzt ein gutes Gefühl für die EM“, fasst Schäfer zusammen. In Prag heißt es für die Athletin vom TV Friedrichstein dann wieder Mehrkampf.

In Prag nur 3000 Meter

Mittelstrecken-Ass Florian Orth konzentriert sich im Hinblick auf Prag nur auf eine Disziplin – die 3000 Meter. Für die Deutsche Meisterschaft hatte sich der 25-Jährige aus Treysa ebenfalls vorgenommen, nur eine Strecke anzugehen – die 1500 Meter. Am Ende legte der Mann von der LG Regensburg beide Distanzen zurück und lief zweimal zu Silber. Er hätte aus dem Bauch heraus entschieden. Weil am Samstag die Vorläufe über 1500 Meter ausfielen, sei er spontan über die 3000 an den Start gegangen, berichtet Orth.

„Es waren zwei geile Rennen. Und zweimal Silber – hey, das ist doch nicht schlecht.“ Weil er den Mut aufbrachte, als Einziger in beiden Disziplinen zu starten, hatten die Zuschauer in der Karlsruher Messehalle schnell ihren Meister der Herzen gefunden. „Die Stimmung war am Sonntag über die 1500 atemberaubend“, sagt Orth. In diesem Rennen musste er sich Homiyu Tesfaye hauchdünn geschlagen geben. Am Samstag über die 3000 hatte Richard Ringer im Schlussspurt die besseren Reserven.

Das Wichtigste für den Schwälmer: nicht gestürzt, nicht verletzt, Start in Prag nicht gefährdet. Er sagt: „Ich wollte in Karlsruhe noch mal Erfahrung sammeln für die EM. Dass zweimal Silber herausspringt, ist eine perfekte Ausbeute.“ Auch für Orth ist die Generalprobe gelungen.

Von Robin Lipke

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