27. Göttinger Altstadtlauf: Das große Fest in der City

Endlich am Ziel: Ob Groß oder Klein – mit Hilfe der elektronischen Zeitmessung wusste jede(r) Teilnehmer(in) schnell, auf welchem Platz er (sie) gelandet ist.

Göttingen. Der 27. Altstadtlauf – er war auch bei der diesjährige Auflage ein laufendes Erlebnis. Mit dem Wetter hatte die ausrichtende LG Göttingen richtig Glück.

Noch am Nachmittag drohende Gewitterwolken verzogen sich, so dass sich noch mehr Zuschauer als in den vergangenen Jahren um den Rundkurs durch die City hinter den Absperrungen drängten.

17.55 Uhr: Noch 35 Minuten bis zum ersten Start. In den Cafés und Eisdielen auf der Weender Straße genießen viele ihr Eis oder ein kühles Weizenbier.

18.05 Uhr: Vor dem Alten Rathaus drängen sich die Lauf-Teilnehmer, das Gänseliesel dient als Treffpunkt.

18.17 Uhr:  „Die Wolken verziehen sich ins Eichsfeld, die Sonne bleibt über Göttingen“, flötet Moderator Andreas Lindemeier ins Mikro. Er darf nicht lauter sein als 72 Dezibel – die vertrackte Lärmschutzverordnung in der City.

18.30 Uhr: Der erste Lauf: 211 Youngster gehen auf ihre Strecke über für sie lange 700 Meter. Nach 2:38 Minuten trudelt der kleine Sieger ein. Stolz und überglücklich.

18.40 Uhr:  Der Schnupperlauf oder Schulcup. Er ist proppevoll besetzt. Auch deswegen sagt Moderator Lindemeier: Wir knacken den Rekord von 4100 Startern.“ Nach 5:31 Minuten rennt Lars Spickhoff über die Ziellinie. Auch dieser kleine Mann strahlt über seinen Erfolg.

Imposante Kulisse: Vor dem Alten Rathaus gehen 4450 Läuferinnen und Läufer auf den Rundkurs durch die Göttinger Altstadt.

19.03 Uhr:  Der Firmencup. Auch er musste wegen Anmeldungen fast ohne Ende beschränkt werden. Die Entscheidung über einen zweiten Lauf im kommenden Jahr steht aus. Nach hinten kann Göttingens beliebtestes Lauf-Event nicht ausgedehnt werden – siehe Lärmschutz... Und ein früherer Beginn – zum Beispiel um 18 Uhr – wird den Geschäftsleuten kaum schmecken, deutet LG-Vorsitzender Wilhelm Graeber an. Der Andrang auf den Firmencup wird zu einer Crux

Egal. Den Lauf holt sich Knut Höhler, seit kurzem Arzt (Unfallchirurgie) im Göttinger Klinikum in 18:06,01 Minuten Fritz Güntzler ist auch dabei . „Ich war der schnellste Bundestagsabgeordnete“, lächelt er hinterher. Ok., er war der einzige, der am Start war...

Beifall von der Tribüne

Vier Radler als „Tempomacher“ begleiten jedes Rennen auf „Maschinen“, die bei etwa 3500 Euro anfangen.

19.50 Uhr: Wieder aufmunternder Beifall der vielen Fans von der Tribüne vorm Rathaus, es geht los über die 5260 m lange Mittelstrecke. Jasper Cyrkel gilt schon vorab bei LG-Pressewart Gerd Brunken als Sieger. Der Experte behält recht. 16:50 Minuten benötigt Cyrkel, der gerade seine Masterrarbeit in Physik schreibt. „Sport und Laufen geht, wenn man gut organisiert ist“, sagt der Lokalmatador, ein 5000 m-Spezialist. Im September startet er bei deutsche 10km-Meisterschaften. „Is’ ’was Kürzeres.“

20.40 Uhr:  Das „Haupt-Ereignis“ hat 20 Minuten Verspätung. Macht nichts, am Rundkurs durch die Alstadt herrscht im er noch prima Stimmung, Am nördlichsten Punkt der Strecke feuert eine Samba-Band die Starter an. Auch Florian Reichert, den laufenden Lehrer vom Theodor-Heuss-Gymnasium, der wieder siegt (siehe Extra-Text links). Er ist im Ziel nach 34:18,3 Minuten um 21:03 Uhr.

Göttingen laufend erleben – das hat auch diesmal wieder allen Spaß gemacht. Und alle haben wieder ihren eigenen inneren „Lauf-Schweinehund“ überwunden. Den Kampf gegen sich selbst und die Uhr gewonnen. Eine persönliche „Win-Win-Situation“. (gsd)

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