28. Göttinger Altstadtlauf: Özil startet aus der zweiten Reihe

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Gleich vorneweg: Der spätere Langstrecken-Sieger Florian Reichert (Startnummer 1) kurz nach dem Start mit den weiteren Lauf-Assen in der ersten Reihe. 518 Teilnehmer gingen in dieser längsten Laufstrecke über knapp zehn Kilometer an den Start. 

Göttingen. Kurz vorm Start tauchte er kurz vor der Startlinie auf. Der Mann im Trikot der Fußball-Nationalmannschaft mit der 8 auf dem Rücken. Okay, es war nicht Mesut Özil persönlich, sondern einer von seiner Fans.

Der echte Özil wird ja noch bei der Fußball-EM in Frankreich gebraucht. So war „nur“ einer seiner Vertreter beim 28. Göttinger Altstadtlauf dabei. Özil startete aus der zweiten Reihe und kam dann nach weit mehr als einer halben Stunde ins Ziel. Dabei sein ist alles, auch beim schon kultigen Göttinger Lauf-Event, bei dem diesmal 4408 Athleten teilnahmen. So viel wie noch nie. 

Der Lauf erfreut sich weiter allergrößter Beliebtheit, der Firmen-Cup war schon frühzeitig ausgebucht. „Mehr geht einfach nicht. Wir sind in allen Läufen am Limit“, meinte Christian Geese, der den City-Kurs mit seinen Eltern Karin und Rolf zusammen mit der LG Göttingen organisiert. Deren Klubchef Wilhelm Gräber war glücklich: „Eine sehr gelungene Veranstaltung, das waren wieder viele zufriedene Läufer. Das Ambiente ist einfach schön.“

Theater statt Rathaus?

Stimmt! Die Frage ist, ob Start und Ziel nicht immer vor dem Deutschen Theater sein sollten. Hat der weitläufige, von vielen Bäumen umsäumte Theaterplatz nicht einfach viel mehr Flair als der traditionelle Start- und Zieleinlauf am Marktplatz vorm Alten Rathaus? „Die Kulisse war wunderbar“, meinte auch Seniorensport-Ass und Mitorganisator Rolf Geese. „Und mit der Resonanz sind wir auch zufrieden.“

Klubchef Gräber imponierte das Abschneiden der LGG-Starter: „Auf der Mittelstrecke haben wir bei den Frauen und Männern die ersten drei Plätze belegt.“ Und auf der Langstrecke gab es für den Ausrichter die Plätze zwei und drei hinter Serien-Sieger Florian Reichert (siehe Extra-Text). Dass auch sehr gute Läufer wie LG-Starter Jasper Laakmann (Zweiter hinter dem erkälteten Jasper Cirkel) nicht vor Kreislaufproblemen bei einem Rennen bei derart hohen Temperaturen gefeit sind, zeigte sich bei der Ziel-Ankunft der Mittelstreckler. Der LGer musste kurz von Ärzten betreut werden, ehe er sich allerdings schnell wieder erholt hatte. Mehrfach mussten die Helfer aber bei Hobbyläufern eingreifen.

Hart, härter, Feuerwehr! Rund ein Dutzend von ihnen absolvierten den Rundkurs in voller Montur – bei dieser Hitze am Mittwochabend alles andere als ein Kinderspiel.

Apropos Kinder: Die 158 Jüngsten absolvierten ihre kleine Runde an der Hand von Mama oder Papa. Auch diese tolle familiäre Atmosphäre macht den Altstadtlauf aus und gibt ihm diesen fast unvergleichlichen, angenehmen Charme. 

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