Leichtathletik-EM

Göttinger Dreispringerin Eckhardt scheitert im Vorkampf

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Nicht zufrieden mit der eigenen Leistung beim EM-Finale im Berliner Olympiastadion: Die deutsche Dreisprung-Meisterin Neele Eckhardt von der LG Göttingen. 

Berlin. Es wäre so schön gewesen... Doch Dreispringerin Neele Eckhardt (26) von der LG Göttingen konnte ihren tollen Sprung auf 14,33 Meter bei der EM-Qualifikation vom vergangenen Mittwoch nicht wiederholen.

Im am vergangenen Freitag im Berliner Olympiastadion ausgetragenen Finale lief es für die Sportsoldatin nicht nach Wunsch. Mit ihren im ersten Versuch erzielten 14,01 Meter vermochte sich die Jurastudentin nicht für das Finale des besten acht Athletinnen zu qualifizieren. Am Ende wurde sie Zehnte.

Zunächst noch Hoffnung

20.16 Uhr war es am vergangenen, lauen Freitagabend im Olympiastadion, als die Universiade-Siegerin von 2017 zum ersten Mal anlief. Alles lief gut, Eckhardt übertraf die 14-Meter-Marke, ein Sprung, der Hoffnung auf mehr machte. Allerdings offenbarten die TV-Bilder aus Berlin, dass sie 24 Zentimeter am Absprungbalken verschenkt hatte.

Zu diesem Zeitpunkt lag Eckhardts deutsche Konkurrentin Kristin Gierisch (Chemnitz) mit 14,45 Meter sogar in Führung – ein Riesen-Satz im ersten Versuch!

Wenig später lief Eckhardt zum zweiten Versuch an. Hopp – Step – Jump, dann landete sie bei 13,83 Metern in der Sandgrube vor der Gegengerade im Domizil von Fußball-Bundesligist Hertha BSC. Damit konnte sich der Schützling vom niedersächsischen Landestrainer Frank Reinhardt nicht verbessern. Unterdessen legte die griechische Favoritin Paraskevi Papahristou in ihrem zweiten Versuch einen Klasse-Sprung auf 14,60 Meter hin.

Im dritten Versuch stimmte dann die Abstimmung nicht bei Neele Eckhardt. Sie lief fast durch in die Grube, der Versuch wurde mit nur 12,31 Meter angezeigt. Damit war der Endkampf für die LGerin beendet. Für die Top-Acht-Springerinnen fehlten ihr sieben Zentimeter, denn die Französin Rouguy Diallo kam auf 14,08 Meter.

Silber für Gierisch

Am Ende holte sich die aus Zwickau stammende Kristin Gierisch (27) die Silbermedaille vor der Spanierin Anna Peleteiro, die im letzten Versuch noch auf 14,44 Meter kam - nur einen Zentimeter hinter der für für den LAC Chemnitz startenden Polizei-Meisterin.

„Neele war natürlich extrem enttäuscht“, berichtete ihr Trainer Frank Reinhardt. „Nach der phänomenalen Qualifikation am Mittwoch hatte sie sich mehr erhofft. Ihre Verfassung war bombig, aber sie hatte technische Probleme beim Anlauf. Sie hat sich vielleicht von der Erwartungshaltung und auch von der Kulisse mit fast 50 000 Zuschauer beeindrucken lassen. Ich bin aber optimistisch, dass sie sich weiter entwickelt“, so Reinhardt. Das Ziel bleibe Olympia 2020. (haz/gsd)

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