Sportfest der LG Göttingen 

14,02 Meter: Göttinger Dreispringerin Neele Eckhardt besteht WM-Test

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Der Sprung zum Sieg beim neuen Leichtathletik-Sportfest der LG Göttingen: Dreisprung-Vizemeisterin Neele Eckhardt landete im Jahnstadion bei 14,02 Meter und holte damit Platz eins. Ganz links im blauen T-Shirt ihr (Landes-)Trainer Frank Reinhardt. 

Göttingen. Gestärkt durch einen guten Auftritt beim erstmalig ausgetragenen heimischen Sportfest der LG Göttingen geht die deutsche Dreisprung-Vizemeisterin Neele Eckhardt (25) in die letzte Vorbereitung auf die Leichtathletik-Weltmeisterschaft in London (5. bis 13. August).

Beim „Heimspiel“ im Göttinger Jahnstadion kam die Jurastudentin im vierten Versuch auf die gute Weite von 14,02 Meter und gewann damit auch diesen Wettbewerb. Platz zwei belegte Eckhardts Teamgefährtin Lisanne Rieker mit 12,95 Meter vor Stefanie Kuhl (SC Potsdam, 12,43m) und der ebenfalls für die LG Göttingen startenden Thea Schmidt (11,66m).

Eckhardt verzichtete auf ihren sechsten Sprung, um für die nun beginnende heiße Vorbereitungsphase kein Risiko einzugehen. „Die richtige Wettkampf-Stimmung und die Spannung fehlten natürlich ein bisschen“, meinte Neele Eckhardt nach dem Wettbewerb. „Aber zuhause über 14 Meter zu springen, ist schon mal gut.“ Ihr Trainer Frank Reinhardt, der die Premiere dieses Sportfestes mit nur ausgewählten Disziplinen (100m, 200m, 400m, 1500m, Weitsprung, Dreisprung, Speerwurf) organisiert hatte und zu dem knapp 290 Teilnehmer erschienen waren, war ebenfalls mit der Leistung Eckhardts zufrieden.

Für Göttingens Vizemeisterin geht es nun am 27. Juli ins Trainingslager nach Kienbaum, wo sich alle deutschen WM-Starter treffen. Am 1. August fliegt Eckhardt dann von Berlin aus direkt nach London, wo am 5. August die Dreisprung-Qualifikation stattfindet. Schafft sie die Quali-Weite (noch offen), startet sie am 7. August im Endkampf unter den besten acht europäischen Dreispringerinnen.

„Neele hat gute Chancen auf den Endkampf“, meinte Rita Girschikofsky, Präsidentin des Niedersächsischen Leichtathletik-Verbandes (NLV), auf der Tribüne im Jahnstadion. „Auch wenn sie keine Medaille holt, wäre eine neue persönliche Bestleistung ein Erfolg.“ Das wären dann 14,36 Meter – ein Zentimeter mehr als bei Eckhardts Rekorsdprung im Jahnstadion bei den Niedersachsen-Meisterschaften.

Am Ende der gelungenen Sportfest-Premiere stellte sich Eckhardt auch noch als fleißige Helferin zur Verfügung. Beim Weitsprung der Männer gab sie mit weißer und roter Fahne die Anlaufbahn frei und zeigte an, ob der Versuch gültig oder übergetreten war.

Landes-Sprungtrainer Reinhardt war mit der Sportfest-Premiere glücklich: „Dass sie so eine Resonanz fand und so gut ankommt, hatte ich nicht gedacht.“ Die zweite Auflage 2018 ist geplant. Reinhardt: „Es gibt nur ein Termin-Problem mit den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Nürnberg.“

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