Dreisprung

Göttingerin Neele Eckhardt Zwölfte bei der WM in London

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Zwölfte bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in London: Neele Eckhardt aus Göttingen.

London/ Göttingen. Mit Platz zwölf endete für die deutsche Dreisprung-Vizemeisterin Neele Eckhardt (25) von der LG Göttingen die Leichtathletik-Weltmeisterschaft in London.

Ihr Heimtrainer Frank Reinhardt verwies darauf, dass sie mit den gesprungenen 13,97 Metern nicht Letzte im Zwölferfeld, sondern die zwölftbeste Springerin der Welt geworden sei.

„Fantastisch, was sie erreicht hat, sie hat eine Super-Erfahrung gemacht“, so der niedersächsische Sprung-Landestrainer. Von Ausruhen kann für Eckhardt nun aber keine Rede sein: Sie flog am Dienstagvormittag bereits zurück und trainiert bis nächsten Dienstag wieder in Göttingen für die Universiade, zu der sie am kommenden Mittwoch nach Taipeh (Taiwan) aufbrechen wird.

Im Londoner Nieselregen verlief der Dreisprung-Wettbewerb der Frauen unter schwierigen Bedingungen. Neele Eckhardt hatte dabei keinen guten Einstieg, denn vor ihrem ersten Sprung (13,94 m) musste sie sich wieder die Trainingsklamotten anziehen, weil das Kampfgericht ein Problem mit der Weite der späteren Siegerin Yulimar Rojas (Venezuela) hatte. „Eine doofe Situation“, meinten die ARD-TV-Experten Wilfried Hark und Ralf Scholt dazu. Eckhardt überstand sie, legte 13,94 m vor, denen sie im zweiten Versuch 13,97 m folgen ließ. Im dritten stimmte das Timing nicht, sie lief quasi durch (11,81m).

Damit hatte die LG-Athletin den Einzug unter die besten acht Springerinnen verpasst. „14,14 Meter wären für den Endkampf nötig gewesen“, rechnete Trainer Reinhardt vor. Eine Weite, die sein Schützling schon weit bei der persönlichen Bestleistung von 14,35 m im Juni in Göttingen übertroffen hatte. Reinhardt: „Die 13,97 Meter sind aber ihr fünftbester Sprung bei den Senioren.“

Nach Eckhardts Ausscheiden rückte ihre Zimmerkollegin Kristin Gierisch (Chemnitz) in den Blickpunkt. Mit 14,33 m sicherte sich die deutsche Meisterin den fünften Platz. Um Gold lieferten sich die 21 Jahre alte Rojas (14,91m) und die 33-jährige Kolumbianerin Caterine Ibarguen (14,88m) einen spannenden Kampf.

Gemeistert hat Eckhardt auch ihre gesundheitlichen Probleme im Vorfeld des Wettkampfes. „Sie war zweimal ohnmächtig im Hotelzimmer, hatte einen Kreislaufkollaps“, berichtet Trainer Reinhardt. Ihre Zimmerkollegin Gierisch musste einen Arzt holen. Zur Unterstützung flog auch noch Eckhardts Freund Richard Noack (Ex-Wasserballer in Hannover, bald Physiotherapeut in Göttingen) Hals über Kopf nach London.

Übers Wochenende will Reinhardt mit Eckhardt jetzt noch für die Universiade trainieren. Und für 2018 ist die Leichtathletik-EM in Berlin für die Sportsoldatin in spe das nächste Ziel.

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