Leichtathletik: Hofgeismarerin wird Fünfte beim Meherkampf-Meeting in Ratingen

Grimm mit Top-Leistung

Platz fünf und Bestleistung: Vanessa Grimm zeigte einen Superwettkampf und wurde Fünfte beim Mehrkampfmeeting in Ratingen. Unterstützung im Wettkampf bekam sie von Siegerin Carolin Schäfer (links), die wie Grimm der Sportfördergruppe der Hessischen Polizei angehört. Foto: zah

Ratingen. Einen hervorragenden fünften Platz belegte Vanessa Grimm (LG Reinhardswald/TSG Hofgeismar) mit 5694 Punkten beim top besetzten Mehrkampf-Meeting in Ratingen. In der U23-Bestenliste des Deutschen Leichtathletikverbandes schob sie sich damit auf Rang vier. Siegerin des Wettkampfs wurde die Zweite der Weltjahresbestenliste Carolin Schäfer.

Schon der Start in den ersten Tag war vielversprechend. Unterstützt von einem etwas zu starken Schiebewind lief Grimm 14,24 Sekunden über 100 Meter Hürden, 25 Hundertstelsekunden schneller als bei ihrem bisher besten Wettkampf in Bernhausen.

Platz vier der Disziplinwertung erreichte Grimm im Hochsprung mit einer erneuten Steigerung ihres Hausrekords um drei Zentimeter auf jetzt 1,75 Meter. Nur Schäfer, Sophie Hamman und die zweifache Vizeweltmeisterin (Berlin 2009, Osaka 2011) Jennifer Oeser waren besser.

Auch der Kugelstoß lief sehr gut. 13,02 Meter brachten deutlich mehr Punkte als erwartet.

Einen kleinen Dämpfer gab es über 200 Meter, wo Grimm in 25,02 Sekunden knapp über der erhofften 24er-Zeit blieb, aber der Ärger wich nach einem Blick auf das Zwischenergebnis schnell der Freude.

Den ersten Tag schloss Grimm mit 3475 Punkten auf Rang sechs ab, nur drei Punkte hinter Oeser, die in Ratingen ihren letzten Wettkampf bestritt.

Nach einer kurzen Nacht war Grimm im Weitsprung wieder hellwach. Sie steigerte sich von Versuch zu Versuch und setzte im letzten Durchgang trotz eines kräftigen Gegenwinds mit 5,81 Metern eine neue Kreisrekordweite in die Sandgrube. Der Gegenwind hatte aber sogar sein Gutes. Gemäß dem Wettkampfreglement der IAAF werden die Windzeiten gegeneinander aufgerechnet und mit +2,8 Metern/Sekunde im Hürdensprint und -2,1 Metern/Sekunde im Weitsprung war der Siebenkampf wieder regulär und bestenlistenfähig.

Im Speerwurf machten sich nach überstandener Schulterverletzung noch leichte technische Unsicherheiten bemerkbar, der Abflugwinkel war bei jedem Wurf zu steil. So zeigte sich Grimm mit der neuen Saisonbestweite von 39,75 Metern sehr zufrieden.

Im abschließenden 800-Meter-Lauf gab es dann bei böigen Winden, die allen Läuferinnen zusetzten, noch 2:24,35 Minuten und die Steigerung der persönlichen Bestmarke um 104 Punkte war perfekt. (zah)

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