Hochsprung-Titel für Onnen, Gold für Göttingens Kugelstoß-Koch

Titel im Hochsprung ohne große Konkurrenz: Eike Onnen von Hannover 96 (2016 EM-Bronzemedaillengewinner in Amsterdam) genügten zwei gelungene Sprünge über 2,01m und 2,15m zum Erfolg in seiner Spezialdisziplin. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Mit überschaubaren Leistungen endete der erste Tag der niedersächsischen Landesmeisterschaften der Leichtathleten im Göttinger Jahnstadion. Bei tollen Wetter-Bedingungen hielt sich das Starterfeld ebenso in Grenzen wie die Leistungen. Prominentester Starter bei den Männern war der amtierende EM-Dritte von 2016 im Hochsprung, Eike Onnen.

Mit nur übersprungenen 2,15 Meter holte sich der für Hannover 96 startende Blondschopf den Landestitel, nachdem er erst bei 2,01m in den Wettbewerb eingestiegen war. Über 2,31 Meter scheiterte Onnen dann dreimal. Für den fünffachen deutschen Meister (Bestleistung 2,34m) stehen demnächst in Lille (Frankreich, Team-EM), Erfurt (Deutsche Meisterschaft im Juli) und London (WM im August) bedeutendere Wettkämpfe auf dem Programm. Onnen, inzwischen schon 34: „Mein Ehrgeiz und mein Potenzial sind immer noch da.“ Onnens Bruder Lasse wurde übrigens Dritter über 100m der Männer in 10,94 Sekunden hinter Johannes Breitenstein (VfL Wolfsburg, 10,77sec.) und Alexander Gladitz (Hannover 96, 10,92sec.).

Starke Gandersheimer

Gut in Szene setzen konnten sich die traditionell starken Hammerwerfer von der SVG Grün-Weiß Bad Gandersheim. Hier holte sich Tobias Kruse den Titel mit 53,50 Meter vor seinem Teamkameraden Moritz Mollowitz (50,69m). Fünfter wurde ihr Teamgefährte Lasse Terschüren (38,38m). Allerdings war in diesem Wettbewerb mit Alexej Mikhailov (Hannover 96) der große Favorit nicht angetreten. Den weitesten Wurf haute Raphael Winkelvoss vom Einbecker SV raus (63,21m), allerdings bei den U18-Junioren mit der nur fünf Kilo wiegenden Kugel.

Viele fehlende Topstarter waren ein Kritikpunkt, den auch Rita Girschikofsky nicht verhehlte. Die Präsidentin des Niedersächsichen Leichtatheltik-Verbandes (NLV): „Die Elite des Landes ist bei anderen internationalen Sportfesten, um sich für weitere internationale Wettbewerbe zu qualifizieren. Schade, das macht schon was aus.“

Und auch die Kulisse fand sie „enttäuschend“: „Ich dachte, ich wäre im falschen Stadion, als ich hierher kam“, so die NLV-Chefin, die aber Hochspringer Onnen zugute hielt, dass er als einer der wenigen Topathleten stets bei Landesmeisterschaften dabei sei. Ihm habe aber mim Hochsprung die Konkurrenz gefehlt, die ihn vielleicht zu einer noch besseren Leistung gepusht hätte. Die Abwesenheit vieler guter Athleten verwässerte das Niveau der niedersächsischen Titelkämpfe doch deutlich, fand auch Sprung-Landestrainer Frank Reinhardt.

Erfolge für die LG Göttingen

Einen Titel für die LG Göttingen holte Martin Koch im Kugelstoßen mit 14,44m. Im Weitsprung der Frauen gewann Merle Homeier (VfL Bückeburg) mit guten 6,22m vor Henrike Fiedler (Eintracht Hannover, 5,90m) und Thea Schmidt (LG Göttingen, 5,69m). Silber für die LG Göttingen holte über 400 Meter Lea Jurdzinski (57,74sec.), die in Groningen (Holland) lebt. Ebenfalls Silber gewann die LGGerin Julia Börner über 1500m der Frauen in 4:31,62 min. Landesmeisterin im Stabhochsprung der Frauen wurde Janina Selvarajah (Werder Bremen) an ihrem 18. Geburtstag. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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