Markus Schraub über den Volkslauf in Dodenhausen

Knackiges Rennen über drei Berge

Er ist der erste Anstieg, den die Läufer am heutigen Samstag beim 3-Berge-Lauf des SV Dodenhausen in Angriff nehmen müssen: das Hohe Lohr (656 Meter) mit dem Funkturm auf dem Gipfel. Foto: Archiv

Dodenhausen. Hohes Lohr, Jeust, Wüstegarten: Drei Berge, vor denen die heimischen Ausdauersportler am heutigen Samstag ab 13 Uhr wieder stehen. Der SV Dodenhausen lädt zu seinem 3-Berge-Lauf ein. Eine Veranstaltung, die zu den anspruchsvollsten im gesamten Waldeck-Frankenberger Laufcup, aber auch in der Region gehört.

„Die lange Strecke ist ganz schön knackig“, sagt ebenfalls Dr. Markus Schraub. Der Rosenthaler Allgemeinmediziner ist Stammgast bei den Laufcupveranstaltungen und sagt: „Das Rennen in Dodenhausen ist für mich ein Höhepunkt. Dafür würde ich andere Veranstaltungen außerhalb der Region jederzeit sausen lassen.“ Zusammen mit Schraub versuchen wir zu erklären, was den 3-Berge-Lauf so besonders macht.

Die Anforderungen

Für Schraub gehört der 3-Berge-Lauf zu den anspruchsvollsten Veranstaltungen in der Region – kein Wunder bei 950 zu absolvierenden Höhenmetern über die 26 Kilometer der Langdistanz. „Wenn überhaupt ist der Burgwaldmarathon in Rauschenberg damit vergleichbar. Aber so steile Stichwege gibt es nur beim 3-Berge-Lauf.“ Schon der Veranstalter weist darauf hin, dass die Strecken nicht für Anfänger geeignet sind. Schraub unterstreicht das. „Man muss schon dafür trainiert sein. Wer bergige Strecken nicht gewöhnt ist, für den ist der Lauf nicht geeignet.“

Und weiter: „Nach diesem Lauf hast du von der Kraft her zwei Wochen daran zu knuspern.“ Das ist übrigens auch der Grund, warum Schraub dieses Mal nur über die 13,7 Kilometer starten wird, weil er erst eine Woche zuvor beim Osterlauf in Paderborn war.

Der Start

Schon der Start ist für Schraub etwas Besonderes, denn in Dodenhausen werden alle Strecken – über die Kurz-, Mittel- und Langdistanz – gemeinsam um 13 Uhr gestartet. Für Schraub eine tolle Sache, denn oft sind auch seine Kinder in Dodenhausen mit am Start. So kann die Familie einen Teil der Strecke gemeinsam laufen.

Die Landschaft

Belohnt für die Anstrengungen werden die Läufer mit einer tollen Aussicht. „Es geht zwar auch durch den Wald, aber zum Beispiel nach dem Jeust hat man einen schönen Blick von oben auf Dodenhausen“, so Schraub. Können die Läufer den überhaupt genießen? „Klar“, sagt der Arzt. „Deswegen laufen ja auch so viele mit.“ Bei den Laufcupveranstaltungen stünde ohnehin weniger der Kampf um die Plätze im Vordergrund. „Hier geht es nicht darum, sondern um das Erlebnis. Das ist Breitensport.“

Die drei Berge

Hohes Lohr (656 Meter), Jeust (585 Meter) und Wüstegarten (675 Meter) warten auf die Läufer über die 26 Kilometer. Dabei hat es schon das Hohe Lohr in sich. „Wenn du da oben bist denkst du, dass du schon das Schlimmste überstanden hast. Aber es wird noch extremer.“ Denn nach fünf Kilometern bergab folgt der Anstieg auf den Jeust. „Nicht ganz so hoch, dafür wahnsinnig steil“, berichtet Schraub, der hier wie viele andere Läufer auch auf manchen steilen Stichwegen Gehpausen einlegen muss. Anschließend geht es wieder bergab, folgt der Schlussanstieg auf den Wüstegarten. „Eine lange Steigung, relativ flach, aber gegen Ende wird’s steil“, so Schraub. Danach heißt es ausrollen bis ins Ziel. „Das ist sehr schön, dass man ein paar Kilometer bergab zum Erholen hat, ehe es zum Ziel geht“, erzählt der Rosenthaler Arzt.

Die Überraschungen

Da erzählt Schraub zum Beispiel von zwei Sambatrommlern, die vor einigen Jahren auftauchten. „Die standen beim Hohen Lohr plötzlich mitten im Wald und haben die Läufer angefeuert.“ Überhaupt sei der 3-Berge-Lauf vom SV Dodenhausen sehr gut organisiert. „Da herrscht immer eine tolle, freundschaftliche Atmosphäre.“ In Sachen Ausdauer kommt für viele überraschend, dass Gehpausen auf den steilen Anstiegen unvermeidbar sind. „Das passiert mir selbst als Sieger. Vergangenes Jahr hatte ich mir vorgenommen, keine Gehpause einzulegen, beim Wüstegarten ist mir das aber wieder passiert.“

Anmeldungen für den 3-Berge-Lauf werden heute noch bis 12 Uhr am Sportplatz entgegengenommen.

Von Thorsten Spohr

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