Zahnarzt aus Treysa

Leichtathletik-EM: Florian Orth über 5000 Meter nur auf Platz 17

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Florian Orth

Berlin. Florian Orth musste sich am Samstagabend bei der Leichathletik-Europameisterschaft auf der 5000-Meter-Strecke mit Platz 17 begnügen.

Der Läufer aus Treysa, der für die LG Regensburg startet, kam nach 13:37,46 Sekunden ins Ziel im Berliner Olympiastadion. Orth, der sich erst drei Wochen vor der EM kurzfristig qualifiziert hatte, verlor in einem unerwartet schnellen Rennen bereits nach der Hälfte der Strecke den Anschluss ans Hauptfeld.

Beim Sieg des Norwegers Jakob Ingebrigtsen (13:17,06), der vor seinem Bruder Henrik (13:18,75) und dem Franzosen Morhad Amdouni (13:19,14) ins Ziel kam, hatte Orth keine Chance, entscheidend in das Renngeschehen eingreifen zu können.

"Das es so ein schnelles Rennen wird, hatte ich nicht erwartet. Als ich gemerkt habe, dass sich das Hauptfeld absetzt, habe ich natürlich versucht, die Lücke zu schließen. Ich habe die fantastische Atmosphäre im Stadion aufgesaugt, aber es war ein schleichender Prozess, dass ich immer weiter zurückgefallen bin", sagte der 29-Jährige nach dem Rennen.

Orth, der bei 24 Startern mit seiner Leistung selbst nicht recht zufrieden war, suchte allerdings nicht nach Entschuldigungen. Seine bisherige Saisonbestzeit liegt bei 13:34,03 Sekunden, seine persönliche Bestleistung über 5000 Meter sogar bei 13:23,67 Sekunden. Mit der Leistung wäre der Schwälmer auf Platz sieben gelandet, musste aber so die Konkurrenz ziehen lassen.

"Wie überraschend schnell das Rennen war, zeigt die hohe Zahl der persönlichen Bestleistungen und Saisonbestleistungen, die gelaufen wurden", sagte Orth. Insgesamt zehn Läufer des Rennens liefen Bestzeiten.

Ans Aufhören wollte Orth allerdings am Samstagabend nicht denken. "Mit der Förderung durch den Verband lief es nicht so, wie ich es mir erhofft habe, und ich bin eben auch kein Profi wie meine Gegner. Während die ausschließlich trainieren, gehe ich auch noch einer Arbeit nach", sagte der Zahnarzt, der sich jetzt in Ruhe überlegen will, wie es weitergeht. "Über 5000 Meter geht noch was, und es gibt ja auch noch die zehn Kilometer und den Marathon. Vielleicht laufe ich aber in der kommenden Saison auch mal ein Straßenrennen."

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