Erfolge auch auf Hessenebene

Leichtathletik-Hoffnung Marcel Al-Batat trainiert für den Zehnkampf

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Die Vielseitigkeit in Person: Der 14-jährige Marcel Al-Batat überspringt mittlerweile 1,64 Meter, ist der schnellste Sprinter seiner Altersklasse im Kreis und macht auch im Weitsprung eine gute Figur. 

Er war die große Überraschung der letzten Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Doha: Zehnkämpfer Niklas Kaul. Mit seinen begeisternden Auftritten gewann der Mainzer sowohl die Goldmedaille als auch die Sympathien der deutschen Fernsehzuschauer. Einer von ihnen war Marcel Al-Batat.

Der die Leistungen des Senkrechtstarters als Ansporn für seinen eigenen Werdegang nimmt: „Es ist mein großer Traum, auch irgendwann einmal bei internationalen Titelkämpfen am Start zu sein.“

Noch befindet sich der gebürtige Homberger am Anfang seiner Karriere. Al-Batat gehört seit 2016 der Trainingsgruppe des TSV Remsfeld an. Und hat dort dank seiner Vielseitigkeit auf sich aufmerksam gemacht. „Er hat ähnliche Veranlagungen wie Zehnkämpfer Kaul. Natürlich alles eine Nummer kleiner“, sagt Trainer Bernd Feldmann.

Vorliebe für den Speerwurf

Eine Parallele ist die Vorliebe für den Speerwurf. Der 14-Jährige wirft sein Lieblingsgerät auf 38 Meter. Aber auch im Hochsprung (1,64 Meter) und im Weitsprung (5,26 Meter) eifert er seinem Vorbild nach. Sein zweites Idol, Usain Bolt, dient ihm im Sprint als Antrieb. Mit Erfolg: Derzeit gilt der 1,74 Meter große Athlet als schnellster Nachwuchssprinter im Kreis.

Mittlerweile ist Marcel Al-Batat sogar landesweit bekannt. Zwei Hessische Meisterschaften im Blockwettkampf Sprint/Sprung und einen nordhessischen Meistertitel im Blockwettkampf Wurf gehen auf das Konto des Schülers. Das heißt, auch im Hürdenlauf, beim Kugelstoßen und Diskuswerfen gehört das engagierte Sport-Ass in seiner Altersklasse U 16 zu den Besten.

Stabhochsprung ist ein Problem

Als großes Problem entpuppt sich noch der Stabhochsprung. „Unsere Athleten haben hierfür keine Anlage vor Ort“, bemängelt Bernd Feldmann. Im Zuge eines in Homberg entstehenden Sportparks könnte für seinen Schützling sowie dessen besten Freund und Teamkollegen Justin Enis in Zukunft eine neue Möglichkeit geschaffen werden.

Bis der Sohn einer Polin und eines Irakers an seinem ersten Zehnkampf teilnehmen darf, muss er sich aber noch zwei Jahre gedulden. Denn erst in der Altersklasse der männlichen Jugend wird die Disziplin angeboten. Solange bereitet sich der Hobby-Fußballer fleißig im Training vor: Zweimal pro Woche geht es gemeinsam mit seiner elfjährigen Schwester Layla nach Remsfeld zu den Gruppen-Übungsstunden, hinzu kommt eine Krafteinheit und alle 14 Tage ist er zum E-Kadertraining der besten hessischen Nachwuchsleichtathleten eingeladen.

Würde seine Leistungsentwicklung so weiter verlaufen wie bisher, wäre der Hessenmeistertitel und eine Teilnahme an den deutschen Meisterschaften sicher drin. Doch die derzeitige Ausnahmesituation lässt keinen Wettkampfsport zu. Auch das hat er mit Niklas Kaul gemeinsam.

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