Leichtathletik: Restle-Apel geht vor Gericht

Simret Restle-Apel

Kassel. Die Entscheidung ist endgültig gefallen: Simret Restle-Apel, Top-Läuferin des PSV Grün-Weiß Kassel, hat Schadensersatzklage gegen den Veranstalter des Frankfurter Marathons und den Deutschen Leichtathletikverband (DLV) eingereicht.

Wegen einer zurückliegenden Dopingsperre hatten die Frankfurter um Renndirektor Jo Schindler die 31-jährige Läuferin vom Marathon am vergangenen Sonntag ausgeladen. Restle-Apel hatte sich zuvor monatelang vorbereitet. Im Mai dieses Jahres hatte die aus Eritrea stammende Läuferin den Kasseler Marathon gewonnen. Vor einem Monat folgte der nächste Sieg beim Kölner Halbmarathon. „Ich befand mich nachweislich in einer Topform. Die Ausladung wenige Tage vor dem Start war für mich eine Katastrophe“, erklärte die Läuferin gestern auf Anfrage.

Besonders enttäuscht sei Simret Restle-Apel auch wegen der fehlenden Unterstützung durch den DLV, der in den Frankfurter Marathon die Deutschen Marathonmeisterschaften eingebettet hatte. „Der DLV hätte mir helfen müssen, das war ein Albtraum“, sagt die Wiesbadenerin, die jetzt als nächstes einen Start bei der Cross-EM im Dezember ins Auge fasst. Sollte sie vom Amtsgericht Frankfurt Schadensersatz zugesprochen bekommen, will sie das Geld spenden. (sol) Foto: Koch

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