Marathon in 2:39 Stunden: Marcus Mattner trainiert zwölf Stunden pro Woche

Seine Leidenschaft ist das Laufen: Marcus Mattner von der LG Eder, hier beim Waldeck-Frankenberger Laufcup in Usseln. Foto: F. Göbel

Battenberg. „Mit Muskelkater habe ich jetzt noch zu kämpfen, ich bin zwar schon wieder gelaufen, aber die Waden schmerzen schon noch", sagt Marcus Mattner knapp zwei Wochen nach seinem Start beim Frankfurt-Marathon.

Dabei ist der 46-Jährige mehr als geübt, was das Laufen angeht. Denn: Durchschnittlich 90 Kilometer pro Woche ist Mattner auf Turnschuhen unterwegs. „Das ist mehr als nur ein Hobby für mich."

Der Fleiß zahlt sich aus. Der Battenberger hat für die 42,195 Kilometer in Frankfurt 2:39:22 Stunden benötigt - als Gesamt-172. hat er die Ziellinie überquert. Gleichzeitig wurde er in seiner Altersklasse Dritter der eingebundenen Deutschen Meisterschaft und verteidigte seinen Hessenmeister-Titel in der M 45.

So gute Ergebnisse erfordern viel Einsatz. Sein Tag läuft immer ähnlich ab: Um 5 Uhr klingelt der Wecker, um 6 Uhr ist Arbeitsbeginn und um 16 Uhr tauscht er Arbeitskleidung gegen Laufklamotten. „Dann stehen 1,5 bis zwei Stunden Training an.“ Zwölf Stunden pro Woche gehen dabei drauf. Viel Zeit neben Arbeit und Sport bleibt ihm nicht - aber Familie und Freundin verzeihen ihm das. „Nach dem Laufen geht’s duschen, essen und fast schon wieder ins Bett“, sagt der Battenberger und ergänzt: „Vor allem während der Marathon-Vorbereitung braucht man mehr Schlaf, um besser zu regenerieren.“

„Nach dem Marathon ist vor dem Marathon.“

Und die Vorbereitung startet schon früh: „Nach dem Marathon ist vor dem Marathon“, sagt Mattner. „Ein Jahr lang bereite ich mich auf den Saisonhöhepunkt vor.“ Vom Trainingslager in Paderborn über Portugal bis hin zum Höhentraining in St. Moritz - zehn Wochen vor dem Start geht’s dann in die heiße Phase. „Ich muss ja das Bestmögliche herausholen.“ Auch die Ernährung muss stimmen. „Schon zwei Monate vorher sollte das Gewicht passen, jedes Kilo zu viel merkst du beim Laufen.“

Die Kosten für Lehrgänge übernimmt Mattner selbst, die LG Eder, sein Verein, zahlt Startgelder und erstattet einen Teil der Fahrtkosten. Auch Mattners Arbeitgeber kommt ihm während der zehnwöchigen Marathon-Vorbereitung entgegen: „Damit ich die hohen Umfänge überhaupt hinbekomme.“

Nach Lehre und Meisterschule hat Mattner mit dem Laufen begonnen. Erst fünf Kilometer, irgendwann zehn, dann kam die Teilnahme am Waldeck-Frankenberger Laufcup hinzu, schließlich der Marathon. „Die Königsdisziplin“, sagt Mattner, der 2007 erstmals in Frankfurt am Start war und nach 3:20:23 Stunden im Ziel war.

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