Leichtathletik Polizei-Meisterschaften

„Mister Germany“ läuft für die Polizei

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Favoritinnensturz: Die niedersächsische Dreispringerin Kira Wittmann musste sich mit dem zweiten Platz begnügen.

Göttingen – Er wurde unter 15 Bewerbern 2018 zum „Mister Germany“ gewählt. Ein Jahr zuvor durfte er sich schon „Mister Mitteldeutschland“ nennen. In dieser Woche war der 23-jährige Erfurter Pascal Unbehaun für sein Bundesland Thüringen aktiv bei den deutschen Polizeimeisterschaften in der Leichtathletik dabei. Er lief über die 400 Meter, die 3 x 1000 m-Staffel und die Schweden-Staffel.

Über die 400 m lief er am ersten Wettkampftag in 52,27 sec. auf Rang sechs, mit dem er allerdings nicht zufrieden war. „Indiskutabel“, wie er selbstkritisch gesteht. Unbehauns Bestzeit liegt bei 47,89 sec. Bei den U 20--Europameisterschaften 2015 im schwedischen Eskilstuna holte er mit der deutschen Staffel über 4 x 400 Bronze. „Ich bin das erste Mal in Göttingen. Es gefällt mir hier sehr gut. Die Meisterschaften sind top-organisiert“, richtet Unbehaun ein großes Kompliment an den Organisator, die Polizeidirektion Göttingen. Am zweiten Wettkampftag lief es für Unbehaun mit der thüringischen 3 x 3000 m-Staffel besser. Hinter der Staffel von Baden Württemberg belegten die Thüringer den zweiten Rang. In der Schwedenstaffel – das sind insgesamt 1000 m, die von vier Läufern in 400 m , 300 m, 200 m und 100 m gelaufen werden – konnte Thüringen keinen Podestplatz erobern.

Der Mittelstreckler besuchte das staatliche Pierre-de-Coubertin-Gymnasium in Erfurt, ein Sportinternat und zugleich auch Olympiastützpunkt. Nun aber gehört er der Sportfördergruppe der Thüringer Polizei an. „Wenn man in einer Sportfördergruppe ist, entscheidet man sich entweder für die Bundeswehr oder die Polizei“, erzählt der angehende Polizeimeister.

Eine zweimonatige Verletzungspause warf ihn 2018 zurück. Er ist gerade dabei, sich allmählich wieder an sein Niveau heranzukämpfen. Dabei hilft ihm sein Trainer Rico May vom LC Jena, zuvor Unbehaun er beim Erfurter LAC. Priorität aber hat eindeutig sein Beruf, das Modeln macht er eher nebenbei.

Überraschung im Dreisprung der Frauen. Nicht die niedersächsische Favoritin Kira Wittmann, die 12,27 m sprang, gewann diesen Wettbewerb. Übertroffen wurde sie von noch von der Siegerin Klaudia Kaczmarek aus Nordrhein-Westfalen, die bei 12,56 m landete. Im Hochsprung der Männer siegte Martin Günther mit 2,06 m. Der Niedersachse Jan Hase wurde Dritter (1,94 m).  gsd

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