Nach der EM: Orth blickt nun aufs Examen

Harte Arbeit: Florian Orth (links) hält im Finale über 3000 Meter den Franzosen Florian Carvalho auf Abstand. Foto:  dpa

Kassel. Mittelstrecken-Ass Florian Orth zieht ein positives Fazit von der Hallen-EM in Prag. Weitspringerin Xenia Achkinadze hat bei ihrem ersten großen internationalen Wettkampf Erfahrung gesammelt.

Schön war’s in Prag. Prima Wetter. Sehenswerte Stadt. „Am Sonntag hatte ich sogar Zeit, mir alles etwas anzusehen“, sagt Florian Orth. An den beiden Tagen zuvor kämpfte der Leichtathlet aus Treysa um eine Medaille bei der Hallen-Europameisterschaft. Platz acht sprang schließlich über 3000 Meter heraus. „Damit bin ich absolut zufrieden“, fasst der Mann von der LG Regensburg zusammen. Zumal er in 7:51,02 Minuten annähernd Bestzeit gelaufen war.

Somit verbuchte der 25-Jährige die Reise in die tschechische Hauptstadt als Erfolg. Bei den vergangenen beiden Europameisterschaften verpasste das Mittelstrecken-Ass über 1500 Meter das Finale. In der O2-Arena von Prag schaffte er den Sprung in den Endlauf. „Das Niveau war krass. Der Vorlauf am Freitag war unglaublich schnell. Ich war glücklich, dass es fürs Finale gereicht hat“, sagt Orth. Zum Bronzeplatz fehlten dann am Samstag knappe sechs Sekunden. Dass er innerhalb von 24 Stunden zwei Rennen über 3000 Meter bestreiten musste, sei ungewohnt gewesen. Die Belastung habe er aber gut wegstecken können.

Nun richtet sich der Blick erst einmal auf sein Examen. Ab Freitag stehen für den Student der Zahnmedizin die nächsten Prüfungen auf dem Programm. Die gehen über zwei Wochen. Danach rückt für Orth die Leichtathletik wieder vermehrt in den Blickpunkt. Orth sagt: „Anfang April geht’s ins Trainingslager nach Italien.“ Vorbereitung auf die Freiluft-Saison. Dabei steht die Deutsche Meisterschaft in Nürnberg Ende Juli ganz dick auf dem Terminzettel des Schwälmers. Und Peking, die WM, habe er im Hinterkopf.

Nicht ganz zufrieden: Xenia Achkinadze. Foto:  dpa

Für Xenia Achkinadze ist die Weltmeisterschaft Ende August ebenfalls kein Hirngespinst. „Das ist mein großes Ziel“, sagt die Weitspringerin aus Ziegenhain, die für den Wiesbadener LV startet. Dass der Weg dorthin kein leichter sein wird, hat die Hallen-EM in Prag gezeigt. Da scheiterte die 26-Jährige mit 6,29 Meter in der Qualifikation - bei den nationalen Titelkämpfen zwei Wochen zuvor war sie noch 6,55 Meter gesprungen. „Mit der Weite von Prag bin ich überhaupt nicht zufrieden. Das ist schon sehr schade“, sagt die Polizeikommissarin.

Gleichwohl hatte sie bei ihrem ersten großen internationalen Wettkampf viel Spaß. Vor allem habe sie in Prag jede Menge Erfahrung gesammelt. „Leider war die Luft raus“, bilanziert Achkinadze. Denn die Athletin hatte ihr Training komplett auf die Deutsche Meisterschaft als Höhepunkt ausgerichtet. Die EM sei ein Bonus gewesen.

Die Hallensaison ist nun abgehakt. Mit einem Trainingslager auf Mallorca, das in zwei Wochen beginnt, startet die Weitspringerin in die Vorbereitung für den Sommer. Und in dieser Freiluft-Saison ist mit Achkinadze auf jeden Fall zu rechnen.

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