Leichtathletik: Als es für den Sieg nötig wurde, lieferte sie und sprang 1,58 m hoch - neue Bestleistung

Natalie Herbig zeigt keine Nerven

Ein sprunggewaltiges Trio von der LG Alheimer: von links Moritz Rimbach, Natalie Herbig und Nico Hildebrandt, die bei den Nordhessenmeisterschaften in den Blickpunkt rückten. Foto: nh

Rotenburg. Der erste Nordhessentitel von Antonia Schell und ein über sich hinauswachsendes Hochsprungtrio sorgten bei der LGA Rotenburg-Bebra für eine erfolgreiche Nordhessische Leichtathletik-Hallenmeisterschaften in Bad Sooden Allendorf. Mit drei Titeln und drei Vizemeisterschaften bescherte das fünfköpfige Team eine so gut nicht erwartete Bilanz.

Zu Beginn fanden in den ersten drei Stunden nur Hochsprungwettkämpfe statt. Da die beiden Anlagen so viel Platz in der engen Trainingshalle in Bad Sooden Allendorf einnahmen, waren keine anderen Wettbewerbe möglich.

So kam Hochsprungmeeting-Atmosphäre auf, die Aufmerksamkeit des Publikums galt alleine den Springern. Das beflügelte zunächst zwei LGA-Jungen, deren Namen in Nordhessen bisher noch recht unbekannt waren. Moritz Rimbach war mit einer Bestleistung von 1,64 m angereist. Bis 1,65 m überwand er alle Höhen im ersten Versuch und hatte bereits den dritten Platz sicher. Erst jetzt stieg der Kaufunger Niklas Reinhardt ein, der erst vor einem Monat 1,79 m überquert hatte. Moritz Rimbach hatte jetzt endlich seinen Anlaufrhythmus gefunden und steigerte sich im zweiten Versuch auf 1,70 m. Nach kleinen Anlaufkorrekturen gelang es ihm jeweils im dritten Versuch, 1,75 m und sogar 1,78 m zu überwinden. Damit hätte er sogar die U 20 gewonnen. In seiner Altersklasse U 18 musste er jedoch dem höhengleichen Niklas Reinhardt den Vortritt lassen, da dieser weniger Fehlversuche aufzuweisen hatte.

Moritz Rimbach durfte bei den Hessenmeisterschaften vor zwei Wochen noch nicht starten, da er mit 1,64 m die Qualifikationsleistung nicht erfüllt hatte. Mit den jetzt gesprungenen 1,78 m wäre er dort Vierter geworden.

Der Wettbewerb der U 16 fand parallel statt. Hier hatte Nico Hildebrand nach übersprungenen 1,53 m bereits den Sieg in der M 14 sicher. Jetzt lieferte er sich noch mit Christoph Ritter (LG Reinhardswald), der in der vergangenen Woche mit 1,63 m Hessenmeister der M 15 wurde, ein Privatduell. Beide übersprangen noch 1,56 m und 1,59 m, was für Nico Hildebrand neuen persönlichen Rekord bedeutete.

Anschließend zeigte er auch seine Sprintqualitäten. Als Vorlaufsieger qualifizierte er sich in 8,24 sek über 60 m für das Finale, in dem er sich noch auf 8,17 sek steigerte. Mit nur vier Hundertsteln Rückstand wurd er Zweiter hinter dem Rotenburger Jakob-Grimm-Schüler Fabian Feldmann vom TSV Remsfeld.

Mühsamer Beginn

Die in der U 18 als Mitfavoritin gestartete Natalie Herbig fand wieder einmal nur schwer in den Wettkampf. Über 1,49 m benötigte sie zwei Versuche, die nächste Höhe von 1,52 m konnte sie sogar erst im dritten Durchgang überwinden werden. Da sich Merle Hinz (LAV Kassel) auf 1,55 m steigerte und dazu weniger Fehlversuche benötigte, war für einen Sieg nach den übersprungenen 1,55 m jetzt eine Bestleistung notwenig.

Diese neue Bestleistung von 1,58 m war dann im letzten Versuch fällig, womit Natalie Herbig mal wieder besondere Nervenstärke bewies. Ein anschließender Schnelligkeitstest über 60 m brachte sie nach 8,85 sek ins Finale, in dem sie dann in 8,92 sek Vierte wurde.

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