Leichtathletik

NLV-Präsident Schünemann: „Wir müssen nachsteuern“

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Beifall vom NLV-Präsidenten und Göttingens Oberbürgermeister: Uwe Schünemann (links) und Rolf-Georg Köhler bei einer Siegerehrung im Jahnstadion. 

Am Rande der Niedersächsischen Leichtathletik-Meisterschaften nahm der neue NLV-Präsident Uwe Schünemann Stellung zu Fragen rund um diese Sportart und das Event in Göttingen.

Wie war Ihr Eindruck von den Meisterschaften in Göttingen?

Eine sehr gute Atmosphäre, besonders dieses Jahnstadion ist optimal geeignet für Leichtathletik und Großveranstaltungen. Die Organisation war gut, das Wetter spielte mit.

Waren Sie mit den Leistungen insgesamt zufrieden? Viele Spitzen-Athleten hatten nicht gemeldet...

Wir haben die Meisterschaften extra für drei Jahre nach Göttingen vergeben, weil wir dieser Veranstaltung einen neuen Stellenwert geben wollen. Nicht nur das Rahmenprogramm muss stimmen, wir wollen auch Spitzenleistungen sehen. Das hat dieses Jahr noch nicht geklappt. Da müssen wir noch nachsteuern und mit dem Terminkalender des DLV besser abstimmen. Ziel ist, dass wir in den nächsten Jahren die Topathleten aus Niedersachsen dabei haben, was uns diesmal zumindest mit Neele Eckhardt und Imke Onnen gelungen ist. Eike Onnen wäre gestartet, war aber verletzt.

Sie sprachen die Organisation an...

Also, das war hier wirklich hervorragend. Der Kreisverband Göttingen ist top organisiert, die machen das hier richtig mit Herzblut. Die GöSF ist es gewohnt, solche Großveranstaltungen zu machen. Das ist ein Musterbeispiel dafür, wie so etwas in einer Stadt optimal organisiert werden kann. Das hat auch den Ausschlag im NLV-Präsidium gegeben, dass wir gesagt haben: Hier wollen wir einen Akzent setzen.

Was wird der neue Präsident des Niedersächsischen Leichtathletik-Verbandes anders machen als seine Vorgängerin?

Rita Girschikofsky war 24 Jahre lang sehr erfolgreich, aber jeder hat natürlich einen neuen Akzent. Und den werde ich auch setzen. Aber ich habe ein tolles Team im Präsidium, wir haben einige neue und junge Mitstreiter dabei. Wir wollen versuchen, mehr auf den Bereich Kinder-Leichtathletik zuzugehen. Wir müssen sehen, dass wir gerade die Verbindung zur Schule hinbekommen, speziell zur Grundschule. Da bin ich froh, dass wir konzeptionell schon sehr weit sind. Aber das dauert natürlich auch drei, vier, fünf Jahre, bis das auch Erfolge zeigt. Wir müssen sehen, ob es uns gelingt, was immer auch mit den Finanzen zu tun hat, die regionalen Standorte doch noch besser fördern zu können. Wir können nicht alles nur in Hannover konzentrieren, wir müssen die Talente auch aus der Region mehr fördern und eben an den Spitzensport heranführen.

Soll es mehr Stützpunkte in Niedersachsen geben?

Ich glaube, es hat wenig Sinn, überall kleine Stützpunkte zu haben, sondern wir müssen im gesamten Land drei, vier Stützpunkte haben, wo wir dann mehr konzentrieren können. Wir müssen die Talentsichtung vor Ort intensivieren, damit man sie an die regionalen Stützpunkte heranführen kann.

Sie sprachen dabei eben auch die Schulen an...

Leichtathletik ist auch eine Entwicklung für jede andere Sportart. Das ist in den Hintergrund getreten. Hier müssen wir versuchen, die Nähe zu den Schulen und den Sportlehrern zu bekommen. Das fängt schon bei der Sportlehrer-Ausbildung an.  GSD

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