Leichtathleten aus der Region starten am Wochenende bei den Deutschen Hallenmeisterschaften

Nordhessen mit Ehrgeiz nach Leipzig

Will in den Endlauf: Der Kasseler Student Steven Müller startet über 60 und 200 Meter. Foto: Koch

kassel/leipzig. Die Ziele sind klar gesteckt: Wenn am Samstag und Sonntag die gebürtigen Nordhessen bei den Deutschen Hallenmeisterschaften der Leichtathletik an den Start gehen, steht deutlich mehr auf dem persönlichen Programm als einfach nur dabeizusein. „Mein Minimalziel ist der zweite Platz“, gibt sich Pamela Dutkiewicz selbstsicher. Bereits im vergangenen Jahr war die frühere Baunatalerin, die inzwischen für den TV Wattenscheid startet, Silbermedaillengewinnerin. Mit ihrer Bestleistung von 8,07 Sekunden über die 60 Meter Hürden liegt sie nur knapp über der Norm für die Hallen-WM (8,06), will sich aber vor allem auf die Freiluftsaison mit den Deutschen Meisterschaften im Kasseler Auestadion (18./19. Juni) konzentrieren, wo für die 24-jährige Studentin wohl auch ein Wiedersehen mit ihrem früheren Baunataler Trainer Siegfried Henning ansteht. In Leipzig würde sich Dutkiewicz jetzt allerdings erstmal über eine neue Bestleistung freuen. „Mit einem Sieg wird es wohl schwierig, den Cindy Roleder ist als Vize-Weltmeisterin schon die Favoritin“, sagt die Lehramtsstudentin.

Ebenfalls einen Platz auf dem Podium strebt Xenia Stolz an. Die gebürtige Ziegenhainerin, die inzwischen für den Wiesbadener LV startet war im vergangenen Jahr Vize-Meisterin im Weitsprung. Die persönliche Bestleistung der 27-jährigen Polizeikommissarin liegt in der Halle bei 6,63 Metern. „Auch in der Halle sind deutsche Meisterschaften immer etwas Besonderes, und ich bin im Moment gut drauf“, sagt Stolz.

Das Gleiche gilt für Steven Müller. Der Kasseler Student musste zwar seinen Titel als Studentenmeister abgeben, hat sich allerdings bei den Süddeutschen Meisterschaften über 200 Meter den Titel gesichert. „In der Vorbereitung konnten wir alle Wettkämpfe mitnehmen und befinden uns voll im Soll“, sagt Müllers Trainer Otmar Velte. Müller selbst will sich über die 60 Meter „warmlaufen“, um es dann auf der 200-Meter-Distanz hoffentlich bis ins Finale zu schaffen. „Im Freien gibt es acht Bahnen. In Leipzig haben wir nur sechs Bahnen für den Endlauf, aber ich gehe davon aus, dass ich eine von diesen Bahnen belegen werden“, sagt der 25-Jährige, der seine Bestzeit von 21,18 Sekunden steigern möchte.

Ebenfalls gemeldet für Leipzig hat die aus St. Ottilien stammende Hochspringerin Ariane Friedrich, die für die LG Eintracht Frankfurt startet. Im Januar hat sie bereits 1,88 Meter übersprungen und hofft auf eine Rückkehr in die nationale Spitze.

Bereits dort angekommen ist Florian Orth (LG Regensburg) über 1500 Meter und 3000 Meter. Für den aus Treysa stammenden Mittelstreckler sind zwei Titel möglich. „Im Vorjahr war ich zweimal Zweiter. Da will ich natürlich wieder ganz vorn mitlaufen“, sagt der 26-Jährige. • Die Hallen-DM im Free-TV: Samstag, 15.45 Uhr, und Sonntag, 14.45 Uhr, bei Eurosport.

Von Martin Scholz

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