Blockmehrkampf

Obersuhler Leichtathlet Max Niebergall Zweiter bei Deutschen Meisterschaften

 

Obersuhl. Den größten Erfolg seiner bisherigen sportlichen Laufbahn erreichte der Friedewalder Leichtathlet Max Niebergall bei den Deutschen Meisterschaften im Blockmehrkampf in Lübeck: Er wurde Vizemeister.

Der 15-Jährige wird seit seinem sechsten Lebensjahr beim TV Obersuhl von Christine Witzel und Luisa Wunn trainiert. Die langjährige Zusammenarbeit wurde nun belohnt.

Obwohl die zweitbeste Qualifikationspunktzahl ihm Sicherheit geben sollte, setzte ihn dieser Umstand eher unter Druck. Ein vierwöchiger USA-Aufenthalt vor dem Wettkampf mit wenigen Trainingseinheiten bedeutete Trainingsrückstand. Der Blockwettkampf Lauf beinhaltet einen Fünfkampf, bestehend aus 80 Metern Hürden, Ballweitwurf, 100 Metern, Weitsprung und 2000 Metern. Die Leistungen werden in Punkte umgerechnet. 19 Athleten stellten sich dem Kampf um den Meistertitel.

Nach dem Hürdenlauf lag Max Niebergall auf Rang drei. Er verbesserte mit guter Technik seine Bestzeit auf 11,62 Sekunden. Der anschließende Ballwurf wurde von dem böigen Gegenwind beeinträchtigt. Trotzdem gelang dem 15-Jährigen mit 62 Metern der weiteste Wurf des Wettkampfs. Damit verringerte sich der Abstand auf den Erstplatzierten Eric Engelhardt aus Leipzig auf 28 Punkte. Das Ziel für die nächsten drei Disziplinen war es, den zweiten Rang zu festigen. Die geringen Abstände der ersten acht Plätze bestätigten das hohe Niveau. Ein Schwerpunkt des heimischen Trainings war eine Verbesserung der Sprintleistung gewesen.

Mit 12,34 Sekunden kam Max Niebergall trotzdem nicht an seine Bestleistung von 12,18 Sekunden heran und verlor wertvolle Punkte, blieb aber Zweiter.

Starke Anspannung

Im Weitsprung machte sich die Anspannung des langen Wettkampftages bemerkbar. Nach jeder Disziplin gab es eine Pause von eineinhalb Stunden, in der zwar eine kurze Erholung möglich war, die aber neuerliches Aufwärmen erforderte. Dementsprechend müde ging Max Niebergall an den Weitsprungstart.

Im ersten Versuch sprang er jedoch mit 5,48 Metern seine bisherige persönliche Bestleistung, steigerte sich dann aber. Er blieb Zweiter.

Der 2000-Meter-Lauf sollte noch einmal alles durcheinanderwirbeln. Alle 19 Athleten mussten an ihre Leistungsgrenzen gehen. Am Start wurde der Lauf durch eine sehr schnelle Spitzengruppe mit den Topläufern der Altersgruppe und den Dritt- und Viertplatzierten bestimmt. Max Niebergall durfte, um seinen zweiten Rang zu sichern, der Führungsgruppe einen Vorsprung von höchstens 20 Sekunden zugestehen. Nach einer schwächeren vorletzten Runde erhöhte er in der Schlussrunde das Tempo und kam in Bestleistung von 6:26,91 Minuten ins Ziel. Mit persönlicher Bestleistung von 2721 Punkten sicherte er sich damit die Silbermedaille. (red)

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