Leichtathletik

Olympia-Verlegung für Dreispringerin Eckhardt richtig

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Begrüßt die Olympia-Absage: Göttingens Top-Dreispringerin Neele Eckhardt.

„Das war die richtige Entscheidung!“ So kommentierte Neele Eckhardt am Dienstagnachmittag die Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio (Japan) wegen der Corona-Krise auf 2021.

Die Top-Leichtathletin der LG Göttingen, Ende Februar gerade deutsche Hallenmeisterin im Dreisprung geworden, muss sich also wie viele Sportler/innen noch ein Jahr gedulden bis zum großen Traum. Sie betrachtet die Absage aber ganz nüchtern: „Ich hätte mehr Bauchschmerzen gehabt, wenn die Spiele nicht verlegt worden wären. Sie auf 2021 zu verlegen, ist aber lieber, als wenn sie gar nicht ausgetragen werden.“

Langeweile kommt bei Eckhardt aber nicht auf. Mit Ehemann Richard Noack (ehemaliger Wasserballer, jetzt inzwischen als Wasserball-Schiedsrichter aktiv) ist sie vor Kurzem in die Göttinger Südstadt gezogen. „Wir müssen noch einige Kisten auspacken“, sagt sie. In der Öffentlichkeit hält sie sich zurück auch wegen zweier Lungenentzündungen, die sie 2019 hatte. So gehört sie aktuell auch zur Risikogruppe.

Ändern muss Eckhardt, die sich für das Sommersemester an der Universität Göttingen hatte beurlauben lassen, jetzt auch ihre privaten und beruflichen Pläne. Eigentlich wollte sie 2021 ihr Jura-Examen machen. Das folgt wohl nun erst 2022.

„Das ist die beste Lösung jetzt. Die Verlegung war die einzig logische Schlussfolgerung“, meint auch Eckhardts Trainer Frank Reinhardt. „Sie hat uns zuletzt immer beim Training begleitet. Uns war klar, dass es im Juli keine Olympischen Spiele in der japanischen Hauptstadt geben würde. Eine Verlegung in den Herbst wäre auch keine gute Lösung gewesen.“

Das Trainingsprogramm werde sich jetzt inhaltlich ändern, sagt der niedersächsische Landestrainer. Für 2021 könne man jetzt einen schönen Trainingsaufbau machen. Der bislang geplante Trainingsplan sei natürlich über den Haufen geworfen, so Reinhardt. haz/gsd-nh 2 FotoS: HUBERT JELINEK/GSD-NH

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