Dauer-Gewinner erneut über Langstrecke vorn

Reichert weiter mit dem Sieges-Abo

Erstmal ’ne Pause: Diese Teilnehmerin wird auf einer Liege von einem Physio fachmännisch gepflegt.

War das heiß“, pustete Florian Reichert kurz hinter der Ziellinie erstmal durch. Auch der Seriensieger des Altstadtlaufes, der nun bereits achtmal in den letzten neun Jahren gewann, war bei diesen Temperaturen erst einmal kräftig außer Atem. Aber der „weiße Keniate“, wie ihn Lauf-Moderator Andreas Lindemeier vor dem Start der Langstrecke über knapp zehn Kilometer betitelte, sicherte sich einmal mehr eher ungefährdet den Sieg über die längste Strecke.

„Meine Taktik ging voll auf“, meinte Reichert, im Zivilberuf Lehrer am Theodor-Heuss-Gymnasium für Sport und Spanisch, „Ich wollte volles Brett gehen, von Anfang an Tempo machen. Aber das geht ziemlich in die Beine.“ Und er gestand sich selbst ein: „Inzwischen bin ich nur über die langen Strecken gut.“

Was zu seinem eigentlichen Faible führt. Reichert (34) bleibt eben der Mann der langen Kurse. Nach den Sommerferien, in denen er wenig machen will, steht für den Studienrat die nächste große Herausforderung an: Die Trail-Lauf-WM in Portugal am 29. Oktober diesen Jahres. Da läuft er wieder einmal abseits der befestigten Wege. Und was für eine Strecke: 85 Kilometer mit 4800 Metern Höhenunterschied. „Da läuft man acht, neun Stunden ohne Pause. Aber das ist mehr eine Belastung für den Kopf als für die Beine.“

Eine ähnliche Strecke hat er dieses Jahr schon hinter sich: Die „Transvulcania“ auf La Palma. Dabei ging es über 73 Kilometer bei 4500 Metern Höhendifferenz. „Das war beinhart“, blickt Reichert zurück. Aber die Strapazen wurden mit dem 13. Platz unter rund 7000 Teilnehmern kompensiert. (haz/gsd-nh)

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