Silvesterlauf in Vernawahlshausen

Eduard Lange im HNA-Interview: Silvester ist ein schlechter Lauftag

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Organisator des Silvesterlaufs: Eduard Lange vom MTV Vernwahlshausen.

Vernawahlshausen. Am Sonntag findet wieder der inzwischen traditionelle Silvesterlauf in Vernawahlshausen statt. Im Vorfeld der Veranstaltung sprach HNA-Redakteur Michael Rieß mit dem Organisator des Laufs, Eduard Lange vom MTV Vernawahlshausen.

Herr Lange, am Sonntag ist Silvesterlauf. Läuft alles wie geplant?

Lange: Oh ja. Sehr gut sogar. Wir haben 220 Voranmeldungen. 52 Vereine sind vertreten aber auch viele Läufer, die keinem Verein angehören. Und erfahrungsgemäß kommen am Veranstaltungstag noch einige Nachzügler. Bis 11 Uhr haben sie Zeit, sich anzumelden (ab 11.30 Uhr starten Kinder/Jugendliche, um 12.10 starten die Hauptläufe, Anm. d. Red.).

Sind es mehr Anmeldungen als im Vorjahr?

Lange: Ja. Da kamen 212 ins Ziel. Es gibt ja immer mal welche, die den Lauf abbrechen. Im vergangenen Jahr haben drei den Kampf auf der Halbmarathonstrecke aufgegeben.

Apropos lange Strecke: Warum sollen Läufer den langen Weg zum alten Sportplatz Arenborn, wo der Vernawahlshäuser Silvesterlauf startet, auf sich nehmen? Was ist denn das Besondere an diesem Lauf?

Wunderschöne Strecke: Auf die über 200 Läufer wartet am Sonntag eine reizvolle Strecke zwischen Arenborn, Lippoldsberg, Vernawahlshausen und Oedelsheim.

Lange: Die HNA hat vor einigen Jahren Laufstrecken vorgestellt und unsere als eine der schönsten Strecken bezeichnet. Darüber habe ich mich gefreut – und es stimmt auch. Es gibt einen wunderbaren Blick nach Niedersachsen und auch ins Wesertal, weil ja die Bäume keine Blätter tragen. Und oben auf dem so genannten Sattel, zwischen Oedelsheim und Vernawahlshausen haben wir unsere Verpflegungsstation. Da sagen unsere Leute den einzelnen bei Bedarf auch, wie viel sie noch zu laufen haben.

Hat sich schon einmal jemand verlaufen?

Lange: Das kam tatsächlich schon einmal vor. Obwohl die Strecke gut ausgeschildert ist. Ein Läufer aus Niedersachsen hat offensichtlich einen Hinweis übersehen und ist dann etwas zu weit gelaufen.

Und kam als Letzter ins Ziel?

Lange: Nein. Er hat dennoch gewonnen. Aber seither ist er leider nicht mehr wiedergekommen.

Wie viele Helfer sind nötig, um so einen Lauf zu veranstalten?

Lange: Es sind so um die 25. Zwölf im Start-/Zielbereich, der Rest an der Verpflegungsstation und auf der Strecke sind auch Leute. Inklusive des Besenläufers. Auch wenn die Bezeichnung nicht ganz stimmt, er pendelt mit dem Fahrrad zwischen den Gruppen.

Der Silvesterlauf in Vernawahlshausen findet im neuen Jahr statt. Warum heißt er eigentlich Silvesterlauf?

Lange (lacht): Ja, man könnte ihn auch anders nennen. Einmal war er an Silvester. Da kamen nur 50 Läufer. Das ist offensichtlich ein schlechter Tag für so eine Veranstaltung. Der Sonntag kommt hingegen gut an.

Wer hatte eigentlich die Idee für diesen Lauf?

Lange: Wir sind früher immer im kleinen Kreis an Neujahr gelaufen. Einmal sagte dabei Heinrich Scholz aus Schoningen zu mir: ,Macht doch einen offiziellen Silvesterlauf draus.‘ Und inzwischen gibt es ihn zum 19. Mal.

Wann fangen sie mit den Vorbereitungen an?

Lange: Im Juli muss die Ausschreibung raus. Wir brauchen ja Werbepartner. Im Oktober geht es dann darum, ausreichend Sachpreise zu organisieren.

In Vernawahlshausen gibt es immer viele Sachpreise.

Lange: So gute 200 werden es schon sein.

Was sind die lukrativsten?

Lange: Einen Werbepartner hervorzuheben wäre gegenüber den anderen nicht fair. Aber dass es beispielsweise einen Übernachtungsgutschein im Schlosshotel Trendelburg für zwei Personen gibt oder auch Eintrittskarten für die Therme ist bekannt. Auf jeden Fall haben einige Preise einen Wert im dreistelligen Bereich.

Von Michael Rieß

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