Schwierige Streckenbedingungen beim Crosslauf rund um den Gaußturm

Mit Spitzhacke und Spaten

Der Frühling ist am Gaußturm nicht in Sicht: Auf schneeglattem Untergrund gingen 80 Läufer gemeinsam auf die Strecke. Fotos: Schröter

Dransfeld. Einen vollen Erfolg feierte der Ausdauersportverein (ASV) Velo Venezia Dransfeld mit der ersten Auflage des Crosslaufs am Hohen-Hagen. 80 Läuferinnen und Läufer gingen bei der Premierenveranstaltung des „Gaußturm-Cross“ an den Start und übertrafen damit die Erwartungen der Organisatoren.

Dabei waren die äußeren Bedingungen für den Lauf, der im Rahmen des 25-jährigen ASV-Vereinsjubiläums stattfand, alles andere als günstig. Nachdem es in den Tagen zuvor tagsüber getaut, nachts aber weiterhin gefroren hatte, hatte sich der Untergrund streckenweise in eine Eisbahn verwandelt. „Arbeitseinsätze mit Spitzhacke und Spaten, um den Tauprozess zu beschleunigen, hatten leider nicht den erhofften Erfolg“, sagte Sportwart Thorsten Thiele, der die Idee zum Gaußturm-Cross gehabt und selbst mit seinem Sohn viele Stunden an der Strecke gearbeitet hatte. Am Veranstaltungstag kurzfristiger aufgebrachter Split entschärfte dann zumindest die kritischsten Stellen. „Dass angesichts dieser Streckenverhältnisse nur sechs der gestarteten 80 Starter das Ziel nicht erreichten und die Sanitäter vom ASB nur eine Schürfwunde nach einem Sturz behandeln mussten, ist eine super Quote“, freute sich der ASV-Vorsitzende Dirk Krüger. „Crossläufer scheinen solche Voraussetzungen zu kennen und waren alle ziemlich entspannt.“

Angeboten hatten die Veranstalter drei Strecken über eine Runde (2500 Meter), zwei Runden (5000 Meter) und vier Runden (10 000 Meter). Die Strecke führte vom Fuß des Gaußturmes durch Steinbruch und Wald vorbei am Haus Hoher Hagen zurück zum Gaußturm. Sieger auf der langen Strecke wurde in 43:18 Minuten Chris Lemke vom Team „Harz Keiler“, der dem Zweitplatzierten Jens Stumpf vom Eichsfeld-Gymnasium Duderstadt mehr als zweieinhalb Minuten abnahm. Bester Läufer aus dem Altkreis wurde Stefan Heider vom ausrichtenden ASV Velo Venezia als Siebter in 53:05 Minuten. Bei den Frauen, bei denen nur zwei Läuferinnen die zehn Kilometer antraten, überquerte Siegerin Agata Krafczyk nach 49:25 Minuten die Ziellinie.

Erster über 5000 Meter wurde Markus Schuchardt (LAC Eichsfeld/20:28) vor dem Göttinger Tim Rümenap (20:57). Bei den Frauen siegte Anna Riethmüller (Eschwege/23:16) vor der vereinslosen Katharina Wetzel (29:31). Beste Starter aus dem Altkreis wurden hier Anna Drube von der Feuerwehr der Samtgemeinde Dransfeld als Fünfte (32:22) sowie Ralf Drube von der TG Münden als Sechster (23:22).

„Insgesamt war das eine super Premiere“, freute sich Dirk Krüger. „Deshalb haben wir auch spontan entschieden, dass es 2018 eine Neuauflage des Gaußturm-Cross geben wird“. Die nächste Veranstaltung des ASV Velo Venezia lässt aber nicht so lange auf sich warten. Bereits am 1. Mai steht wieder der Hasenmelker-Lauf auf dem Programm. Anmeldung sind ab dem 1. März unter www.hasenmelker-lauf.de möglich. Dort stehen auch die Gaußturm-Cross -Ergebnisse. (per)

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