Der Breitenbacher Manfred Strobel ist seit Beginn des Nordhessencups stets dabei

400 Starts in 29 Jahren

Manfred Strobel

Breitenbach. Nein, Manfred Strobel ist nicht zum ersten Mal in unserer Zeitung. Erst kürzlich berichteten wir über den 74 Jahre alten Breitenbacher, weil er seit 50 Jahren Mitglied einer Stammtischrunde von vier Freunden aus seinem Heimatdorf ist.

Doch das ist nicht alles, was man über Manfred Strobel schreiben kann. „Mit 45 habe ich mit dem Laufen angefangen“, erzählt der Eisenbahner im Ruhestand. „Damals hatte ich ein paar Pfunde zuviel, die wollte ich loswerden.“ Einer seiner Stammtischfreunde nahm ihn mit zum Laufen – und Strobel blieb dabei. Seit 29 Jahren.

Doch Strobel lief und läuft nicht nur für sich allein. Im TV Breitenbach fand der Ausdauersportler eine ideale Heimat. Und da Vereinskamerad Armin Hast der Organisator des Nordhessencups ist, lag es nahe, dass Strobel in die Laufserie einstieg.

Von Anfang an dabei

Von Anfang an ist er dabei – und alle 29 Male kam er in die Wertung. Das heißt: Er absolvierte mindestens acht Läufe – anfangs über zehn, seit 2000 Jahren über fünf Kilometer. „Früher bin ich aber auch oft bei zehn, zwölf oder mehr Läufen gestartet“, sagt er. Um die 41 Minuten brauchte er zu seinen schnellsten Zeiten für die zehn Kilometer, etwa 21 Minuten für die halbe Distanz. Derzeit läuft er dort etwa 34 bis 35 Minuten, sagt er.

Dafür trainiert er meist einmal in der Woche und für sich allein: „Mit den Schnelleren im Lauftreff halte ich natürlich nicht mehr mit“, gibt Manfred Strobel zu. „Außerdem kann ich als Ruheständler ja jetzt tagsüber im Hellen laufen.“ Motivieren müsse er sich trotzdem nach wie vor. „Früher bin ich bei jedem Wetter, bei Regen, Hitze und Schnee, gelaufen.“ Mittlerweile sind Läufe bei extremem Wetter für Strobel tabu.

Und die Wettkämpfe sind weniger geworden: „30 oder 40 waren das früher manchmal im Jahr, ich bin oft auch noch beim Rhön-Supercup im Fuldaer Raum gestartet.“ Damit nicht genug: Vereinsmensch Strobel begleitete die Breitenbacher auch mehrfach auf ihren weiten Touren zu den Marathons nach Hamburg und Berlin, ließ sich von der Atmosphäre dort begeistern.

Seine Treue zum Nordhessencup würdigten die Organisatoren nach der 25. Auflage mit einer Medaille. Strobel erzählte dabei Anekdoten aus einem Vierteljahrhundert der Laufserie – siehe Hintergrund.

In dieser Zeit ist er an die 400 Wettkämpfe allein im Nordhessencup gelaufen, rechnet er. An allen Stationen ist er mindestens einmal gestartet – Warburg kam in diesem Jahr als letzte dazu. Seine Lieblingsläufe? Neben Hofgeismar waren das die in der Kasseler Karlsaue und im Gelstertal – die beiden letzten gehören nicht mehr zur Serie.

„Und natürlich Breitenbach“, sagt Strobel, der sich als ehemaliger Bahner natürlich auch bei den Eisenbahnfreunden in Bebra engagiert. Das wäre dann die nächste Geschichte, die es über ihn zu erzählen gäbe.  einwurf Foto: Henkel

Von Rainer Henkel

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