Northeimer Ehepaar bleibt trotz Corona gewohnt sportlich

Die Tondocks laufen einfach weiter

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Training statt Wettkampf: Christa und Günter Tondock sind in der heimischen Läuferszene seit Jahren bekannt. Sie machen das Beste aus der momentanen Situation. 

Northeim – Was machen Läufer in Zeiten der Coronakrise? Die Antwort liegt auf der Hand: Sie machen einfach weiter. Das trifft auch auf das Northeimer Sportler-Ehepaar Christa und Günter Tondock zu, die in den vergangenen Jahrzehnten zu gern gesehenen Gästen bei den Lauf- und Triathlonveranstaltungen der Region und darüber hinaus geworden sind.

Das liegt nicht nur an den sportlichen Qualitäten der 62-Jährigen und ihres 69-jährigen Mannes, sondern auch ganz wesentlich an ihrer Offenheit: für jeden ein freundliches Lächeln, ein nettes Wort und die Frage nach dem Befinden. So kennt und schätzt die Szene das Duo.

Durch die Coronakrise lassen sie sich nicht aus der Ruhe bringen, auch wenn das Virus die Pläne gehörig durcheinandergewirbelt hat. Dazu gehören beispielsweise die Wettbewerbe des Südniedersachsen-Cups: Varlosen ausgefallen, Dransfeld und Göttingen abgesagt sowie Einbeck und Osterode auf den Herbst verschoben.

Dem Virus zum Opfer gefallen ist auch die 30. Auflage des Hannover-Marathons an diesem Sonntag, bei dem die Northeimer den Halbmarathon absolvieren wollten. Die Veranstalter haben als Ersatz zum „stay at home marathon“ aufgerufen. Dafür wurden jedem angemeldeten Läufer vorab die Startnummer und die Teilnehmer-Medaille zugeschickt und er läuft nun eine Strecke seiner Wahl allein in seiner Heimat.

Christa und Günter Tondock werden diesem Aufruf folgen. Möglicherweise im Wieter, wo sie gerne trainieren. Im vergangenen Jahr haben sie dort auch einen Wettbewerb absolviert: die Premiere des Wieter-Trail-Runs beim Northeimer Stadtlauf. Günter Tondock: „Da haben wir Ecken erlebt, die wir noch gar nicht kannten.“

Gerne nehmen die beiden auch an Triathlon-Wettbewerben teil. Ihr schönstes Erlebnis war der Hamburg-Triathlon über die olympische Distanz mit 1,5 Kilometern Schwimmen, 40 Kilometern Radfahren und einem Zehn-Kilometer-Lauf. Vom Schwimmen in der Binnen- und Außenalster schwärmen sie jetzt noch. Christa Tondock: „Jedes Mal, wenn wir unsere Tochter in Hamburg besuchen, sagen wir heute noch: Da sind wir lang geschwommen.“

Die Ergebnisse sind für die beiden nicht wichtig. Christa Tondock: „Ich bin oft relativ weit vorn dabei, weil es in meiner Altersklasse nicht mehr so viele Starter gibt.“ Im Vordergrund steht ganz klar der Spaß. Gelegen kommt den beiden, dass sie ähnlich schnell sind. Günter Tondocks Marathonbestzeit liegt bei 3:38 Stunden, Christa Tondocks bei 3:45 Stunden. „Und wenn du mich mal überholst, dann repariere ich dein Rad einfach nicht mehr“, sagt Günter Tondock augenzwinkernd.

Auch im Urlaub verzichten sie nicht auf Sport, wenn schon morgens geschwommen wird. Dass das Frühstück hinterher besonders gut schmeckt, ist klar. Und was machen die Tondocks, wenn sie nicht sportlich unterwegs sind? Dann gibt es zur Entspannung Yoga. 

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