Ein Weltrekord, der zehnte Titel und ein Aufstieg

Top 5 des Sport-Wochenendes: Weit gestoßen, schnell gefahren

Ryan Crouser.
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Hat einen Weltrekord im Kugelstoßen aufgestellt: Der US-Amerikaner Ryan Crouser überbot die Bestmarke von 1990.

Der Sport liefert viel mehr als Ergebnisse, als nackte Zahlen. Er bringt immer wieder Geschichten hervor, die uns berühren, begeistern, beeindrucken.

Wir fassen diese zusammen – in unserer Top 5 des Wochenendes.

1. Weit gestoßen: Ryan Crouser gab nach seinem Stoß für die Geschichtsbücher ein Versprechen ab. Der Olympiasieger von 2016 aus den USA sagte: „Es ist großartig, dass wir nun einen 100 Prozent sauberen Weltrekord haben.“ Der 28 Jahre alte Kugelstoßer spielte damit auf seinen Landsmann Randy Barnes an, der 1990 die bisherige Bestmarke von 23,12 Meter mit der 7,26 Kilogramm schweren Kugel aufgestellt hatte – aber zu den Dopingsündern dieser Disziplin zählt. Crouser pulverisierte den nun alten Rekord. Bei den US-Meisterschaften wuchtete er die Kugel auf 23,37 Meter – und somit gleich 25 Zentimeter weiter als Barnes. Der 2,01 Meter große und 145 Kilogramm schwere Athlet aus Oregon hatte sich mit 22,82 Meter im Januar bereits die Hallen-Bestmarke geschnappt. Mit Barnes und DDR-Kugelstoßer Ulf Timmermann ist er der einzige, der jemals die 23-Meter-Marke geknackt hat.

2. Schnell gefahren: Er ist und bleibt der deutsche Zeitfahr-König: Tony Martin (36) hat sich bei der Straßenrad-DM seinen zehnten Titel im Zeitfahren gesichert – den neunten hintereinander. Damit wird er bei der Tour de France das Trikot mit dem schwarz-rot-goldenen Brustring bei den Zeitfahren tragen. Bei extremer Hitze verwies der Cottbusser Martin Miguel Heidemann mit 56 Sekunden Vorsprung auf Rang zwei. Dritter wurde Max Walscheid, der 70 Sekunden langsamer war als Martin.

3. Gut gespielt: Für Jan Zimmermann (41) gab es standesgemäß eine Bierdusche. Nachdem der Trainer des bisherigen Fußball-Regionalligisten TSV Havelse mit seinem Team auch das Aufstiegs-Rückspiel gegen Schweinfurt 1:0 gewonnen hatte, gab es im Stadtteil von Garbsen bei Hannover kein Halten mehr. Nach 30 Jahren ist das Team, bei dem André Breitenreiter, Ex-Spieler des KSV Hessen Kassel, seine Karriere beendete und das er von 2011 bis 2013 selbst coachte, zurück im Profifußball. In der kommenden Saison spielen die Havelser in der 3. Liga. Für Coach Zimmermann geht es sogar noch eine Klasse höher. Er wird Trainer von Hannover 96 – dieser Klub steht auch in Breitenreiters Lebenslauf.

4. Neu gefunden: Und noch ein Trainer, der früher für den KSV Hessen spielte: Ex-Torhüter Michael Boris (46), der von 1997 bis 1998 beim KSV unter Vertrag stand, hat eine neue Aufgabe. Der gebürtige Bottroper wird Coach des dänischen Erstligisten SönderjyskE – und wäre damit der erste Ausländer auf diesem Posten. Boris hatte bei seinem Ex-Klub MTK Budapest eine Ausstiegsklausel im Vertrag, falls der FC Schalke 04 anfragen sollte. Anfang des Jahres war er bei S04 im Gespräch.

5. Wieder vereint: Zwei Jahre nach seinem Karriereende ist er wieder da. Dirk Nowitzki, der am Samstag 43 Jahre alt wurde, wird zu seinem Ex-Verein Dallas Mavericks in verantwortungsvoller Position zurückkehren, wie es heißt. Das NBA-Basketballteam hatte sich zuletzt vom General Manager Donnie Nelson und Headcoach Rick Carlisle getrennt und befindet sich in einem Umbruch. (Maximilian Bülau)

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