Leichtathletik

Weitspringerin Homeier zufrieden, Dreispringerin Eckhardt zaudert

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Da stehen ihr die Haare zu Berge: Im Weitsprung der Frauen siegte Merle Homeier von der LG Göttingen mit 6,57 Meter – die gleiche Weite wie eine Woche zuvor in Essen.

Ziemlich unterschiedlich fielen die Reaktionen der beiden Sprung-Stars der LG Göttingen nach dem Leichtathletik-Meeting am Samstag in Osterode aus. Während Weitspringerin Merle Homeier „mega zufrieden“ war nach dem Sieg mit 6,57 Meter, hatte sich Neele Eckhardt als amtierende deutsche Hallenmeisterin „ein bisschen mehr erhofft“.

Zwar siegte auch die WM- und EM-Teilnehmerin unangefochten mit gewerteten 13,67 Meter, doch damit war sie „nicht zufrieden“. Für beide LG-Athletinnen war der Auftritt im sonnenüberfluteten Osteröder Jahnstadion der letzte Test vor den deutschen Meisterschaften am 8./9. August im Braunschweiger Eintracht-Stadion.

Eckhardt absolvierte sogar nur vier der sechs Sprünge. „Ich wollte nichts riskieren vor der DM, auf die ich mich jetzt freue.“ Aber bei den drei Vorbereitungs-Wettkämpfen in Hannover, Essen und nun in Osterode fehle ihr „das Drumherum und das Ziel“. Damit meint Eckhardt die fehlende Konkurrenz angesichts zu schwacher weiterer Starterinnen, die unterstützenden Zuschauer – eben einfach dieses Wettkampf-Feeling, das Athlet(inn)en nach vorn pusht. „Ein Quäntchen Motivation fehlt“, meinte auch der aus Leverkusen angereiste Dreisprung-Bundestrainer und Ex-Weltmeister Charles Friedek. Eckhardts Hauptgegnerin Kristin Gierisch (Chemnitz) wird auch in Braunschweig fehlen nach einer Handoperation (Überbein). Gleichwohl werde der Wettbewerb in Braunschweig „kein Selbstläufer“.

In Osterode gewann Eckhardt mit 13,67, hatte indes mit 13,80 Meter einen besseren Sprung, der aber wegen 0,1 Meter/Sekunde zu starken Windes nicht gewertet wurde. Die LGerinnen Thea Schmidt und Friederieke Altmann landeten auf den Plätzen.

Viel Dynamik, aber nicht zufrieden: Dreispringerin Neele Eckhardt absolvierte nur vier Sprünge. 

Ihre derzeit starke Form bestätigte dagegen die Neu-LG-erin Merle Homeier. Im letzten Versuch hüpfte die bisherige Bückeburgerin unter den Augen von Weitsprung-Bundestrainer Uli Knapp (Saarbrücken) auf gute 6,57 Meter – exakt die gleiche Weite wie eine Woche zuvor in Essen. Hinter Deutschlands Ausnahme-Springerin Malaika Mihambo ist Homeier in Braunschweig erneut die heißeste Anwärterin auf Silber. „Ich bin mega-zufrieden, meine Vorfreude auf die Meisterschaft ist groß“, meinte die Vierte der U 23-EM, während ihr Freund Luis Grewe (VfL Eintracht Hannover) im Dreisprung der Männer antrat. Homeier war wie in Essen erfolgreich, obwohl sie in Oserode erneut auf einer „Hinter-Tor-Anlage“ springen musste. Die Anlaufbahn liegt hinter dem Fußball-Tor, hat ihren Höhepunkt auf der Mitte des Tores, was vielen Springern nicht behagt. Homeier: „Ich nehme jetzt alles mit, versuche, die Lücke bei der DM zu schließen.“ Womit sie die Differenz zu Mihambo meint.  gsd

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