Hofgeismarerin glänzt

Deutschen Mehrkampfmeisterschaften der U 23: Wieder Bronze für Grimm

Unter schwierigen Bedinungen zu Bronze: Vanessa Grimm legte mit 14,89 Sekunden im Hürdensprint (hier Archivbild von den Deutschen Hochschulmeisterschaften) den Grundstein zum Medaillenerfolg bei den Deutschen U23-Mehrkampfmeiterschaften. Foto: Humme

Kienbaum. Vanessa Grimms Medaillenserie bei Deutschen Meisterschaften hält - auch im Siebenkampf der U23 glänzte sie wieder mit Bronze. Im ersten U23-Jahr war das für die 20-jährige Athletin ein ein toller Erfolg.

Nach Bronze 2015, Silber und Gold 2016 und Bronze bei den Hallenmeisterschaften in diesem Jahr stand Grimm im Bundesleistungszentrum in Kienbaum mit 5300 Punkten nun bereits zum fünften Mal in Folge auf dem DM-Treppchen.

Vor allem am ersten Tag litten die Siebenkämpferinnen unter den Witterungsbedingungen. Temperaturen um 15 Grad, starker Wind und Sprühregen - die Stimmung fiel im Gleichschritt mit den Leistungen.

Gemessen daran gelang Grimm im 100-Meter-Hürdenlauf ein starker Auftakt. In 14,89 Sekunden bei 1,2 Metern/Sekunde Gegenwind sortierte sie sich gleich auf Rang drei ein, den sie bis zum Ende des Wettkampfs nicht mehr abgeben sollte.

Vor allem im Hochsprung kostete der Regen einige Punkte. Auf rutschiger Anlaufbahn kam Grimm, die in diesem Jahr schon 1,75 Meter gesprungen ist, nicht über 1,65 Meter hinaus. Auch das war Platz drei der Disziplinwertung.

Am meisten ärgerte sich Grimm über das Kugelstoßergebnis. Zwar lieferte sie mit 12,43 Metern wieder die drittbeste Weite, doch im Einstoßen war das vier Kilogramm schwere Gerät mehrmals weit hinter der 13-Meter-Marke eingeschlagen.

25,20 Sekunden über 200 Meter waren ein zufriedenstellender Abschluss des ersten Tages. Mit einem beruhigenden Punktepolster auf die viertplatzierte Anna-Lena Gamp (TV Lenzkirch) ging Grimm in den zweiten Tag.

Im Weitsprung sind 5,44 Metern normalerweise auch weit unter dem, was Grimm eigentlich kann, doch mit Blick auf die Ergebnisse der Konkurrenz war auch das ein gutes Ergebnis.

Eine Reizung der Supraspinatussehne, die Grimm schon fast die gesamte Freiluftsaison plagt, hatte Speerwurftraining in den letzten Wochen unmöglich gemacht. Mehr als 37,18 Meter waren unter diesen Voraussetzungen nicht möglich.

Ihre stärkste Leistung hatte sich Grimm bis zum Schluss aufgehoben. Im 800-Meter-Lauf kam sie in 2:22,17 Minuten dicht an ihre Bestleistung heran und machte den Bronzerang perfekt.

„Das war ein ganz komischer Wettkampf, bei dem eigentlich nichts funktioniert hat. Aber das ging irgendwie allen so, daher kam am Ende trotzdem noch ein Medaille raus“, bilanzierte Vater Steffen Grimm, der als Betreuer mit in Kienbaum war. (zah)

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