24-Stunden-Rennen am Nürburgring

Motorsport: Lenerz fährt auf Platz drei

Am Nürburgring: Marcel Lenerz, Rennfahrer aus Ludwigsau, mit seinem BMW M2 CS Racing.
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Am Nürburgring: Marcel Lenerz, Rennfahrer aus Ludwigsau, mit seinem BMW M2 CS Racing.

Keine 24, sondern nur neuneinhalb Stunden: Wie schon einige Male in den Jahren zuvor ist das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring auch in diesem Jahr nicht über die volle Dauer ausgetragen worden.

Bad Hersfeld - Für Rennpilot Marcel Lenerz aus Ludwigsau war es dennoch ein unvergessliches Erlebnis. Einmal mehr bewies er sein fahrerisches Können und überzeugte mit Leistung.

Die 49. Ausgabe der legendären Rennveranstaltung, bei der Profis und Amateure gleichzeitig in verschiedenen Wertungsklassen starten, geht als die bislang kürzeste in die Geschichte ein. Denn nach dem witterungsbedingten Stopp am Samstagabend wurde auch der Restart am Sonntag mehrfach verschoben. „Es war mal wieder sehr turbulent“, sagt Lenerz, der von starkem Regen und Nebel mit Sichtweiten von weniger als zehn Metern erzählt.

Dabei lief der Auftakt für den 23-Jährigen und sein Team Schubert Motorsport vielversprechend. In der Qualifikation fuhr er im 365 PS starken BMW M2 CS Racing in seiner Klasse mit deutlichen Vorsprung auf die Pole Position und als Startfahrer am Samstagnachmittag konnte er diese trotz schwieriger Wetterverhältnisse halten. Weil er prima zurechtgekommen sei und die schnellsten Rundenzeiten der Klasse erzielte, habe er noch einen zweiten Rennabschnitt im Cockpit sitzen dürfen und im Anschluss mit mehr als fünf Minuten Vorsprung an seinen Teamkameraden übergeben.

Dieser und ein weiterer Kollege konnten Führung und Abstand daraufhin halten – bis ein technischer Defekt in Stunde sechs das Auto plötzlich zum Stehen brachte. Man sei zwar nur 200 Meter von der Box entfernt gewesen, habe allerdings das offizielle Abschlepp-Prozedere befolgen müssen, berichtet Lenerz. Genau das kostete das Team Zeit und einige Runden und zurück auf der Strecke war es nur noch Wertungsklassenfünfter.

Die Chance, den großen Rückstand wieder aufzuholen, schwand mit dem Rennabbruch am Samstagabend, eine weitere gute Leistung am Sonntag brachte in den letzten dreieinhalb Stunden aber noch Rang drei. Natürlich sei das alles etwas ärgerlich gewesen, meint Lenerz, mit dem Sprung aufs Podest sollte man beim 24-Stunden-Rennen aber zufrieden sein. Für Fahrzeuge wie auch Mannschaft sei es eine enorme Challenge und die Leistung habe im Prinzip gestimmt – von daher sei er eigentlich happy.

Schon an diesem Wochenende geht es in der ADAC GT4 Germany weiter: Am Red Bull Ring in Spielberg in Österreich.  

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